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Kosten bleiben im Rahmen
20.12.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (jo) - Nach einer über einstündigen leidenschaftlich geführten Debatte zum "Seniorenzentrum Neusatzeck" (siehe BT von gestern) hielt sich der Bühler Gemeinderat mit den drei folgenden Tagesordnungspunkten nicht lange auf. Beschlüsse zur Erweiterung des Kinderhauses Sonnenschein, zum Architektur-Wettbewerb Windeck-Gymnasium und zum Vimbucher Bebauungsplan "Nördlich der Krämergasse" fielen fast im Minutentakt.


Das Kinderhaus Sonnenschein wird um zwei zusätzliche Gruppenräume ausgebaut, um 20 weitere Krippenplätze zu schaffen. Die Nutzfläche vergrößert sich auf rund 840 Quadratmeter (aktuell 460). Zwei Quadratmeter. Zwei Monate nach Baubeginn am 17. Oktober zeigt der einstöckige Anbau bereits seine Konturen. Der Gemeinderat hat jetzt einstimmig nach öffentlicher Ausschreibung drei weitere Gewerke an die preisgünstigsten Bieter vergeben, darunter zwei Betriebe aus der Region. Den Auftrag zur Dachisolierung erhält die Firma KW Flach- und Steildach Baden-Baden für 65 204 Euro, die Elektroinstallationen führt die Firma Sucher aus Achern für 111 457 Euro aus. Fenster und Sonnenschutz montiert ein Betrieb aus Kürzell (86 101 Euro).

Die Kosten bleiben im Rahmen. Nach aktuellem Stand kommt der Erweiterungsbau 1,33 Millionen Euro teuer, wobei 55 000 Euro Mehrkosten (etwa vier Prozent der Bausumme) bereits eingepreist sind. Nach der geplanten Fertigstellung im September ist Platz für bis zu 70 Kinder zwischen einem und sechs Jahren, die in vier Gruppen von 13 Erzieherinnen betreut werden. Der Anbau passt sich dem ursprünglichen Bau an. Zwischen Bestand und Neubau wird ein offener Essbereich mit Blick zum Garten geschaffen.

Den Architektenauftrag zur Sanierung des Ostflügels des Windeck-Gymnasiums vergab der Gemeinderat an das Stuttgarter Büro Dasch, Zürn und Partner, das vor der Sommerpause als Sieger aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangen war. Im November hatte die Verwaltung alle drei Preisträger den Regeln entsprechend zu Vergabegespräche eingeladen und die Büros in den bis zu 45-minütigen Vorstellungen nach verschiedenen Kriterien bewertet, wobei der Wettbewerbssieger erwartungsgemäß das Rennen machte. "Das Ergebnis ist eindeutig an der Punktzahl zu erkennen", äußerte Oberbürgermeister Hubert Schnurr vor der Abstimmung. Der Auftrag zur Sanierungsplanung (ausgegangen wird derzeit von 17,6 Millionen Euro Gesamtkosten) ging einstimmig an der Stuttgarter Büro bei allerdings zwei Enthaltungen aus der FDP. Das Architektenhonorar beträgt etwa zehn Prozent der Gesamtkosten.

Im Vimbuch kommt es zur ersten Änderung jenes Bebauungsplans, der einst aufgestellt wurde, um im Bereich "Nördlich der Krämergasse" eine geordnete Innenentwicklung zu sichern. Seit November 2011 ist der Plan rechtskräftig. Im September 2016 hatte sich der Ortschaftsrat erstmals mit der Erweiterung der Lagerhalle einer Großbäckerei befasst. Der Entwurf eines neuen Bebauungsplans fiel im Juni 2018 im Ortschaftsrat jedoch durch, Anwohner befürchteten nachteilige Auswirkungen für ihre Grundstücke. Bei einem Vor-Ort-Termin Ende Juli dieses Sommers stellten Bauherr und Architekt das Projekt vor. "Dabei konnten Fragen und Unklarheiten direkt besprochen und geklärt werden", stand in der Verwaltungsvorlage zu lesen. "Es wurde eine Lösung gefunden, der der Ortschaftsrat zustimmen kann", bestätigte Georg Feuerer (CDU). Der Lärmschutz für das Wohngebiet sei gesichert, ergänzte OB Schnurr. Das Gremium billigte den Entwurf einstimmig. Die gesamten Kosten des Bebauungsplanverfahrens stellt die Stadt der Firma in Rechnung.

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