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Rathauschef: "Nur gemeinsam geht′s"
Rathauschef: 'Nur gemeinsam geht's'
09.01.2020 - 00:00 Uhr
Von Anne-Rose Gangl

Lichtenau - Mehr Verbindung zueinander, mehr Übereinstimmung, Verständnis, Toleranz und Respekt sollten in diesem Jahr gesucht und gefunden werden, anstatt Spaltung, Hass und Neid. So lautete der Appell von Bürgermeister Christian Greilach am Ende seiner Neujahrsansprache. Zahlreich waren die Besucher, die am Dienstagabend der Einladung zum Neujahrsempfang in die Lichtenauer Stadthalle gefolgt waren und die Greilach zu einer Stärkung des demokratischen Gedankengutes aufrief.

Es war der elfte Neujahrsempfang, zu dem Greilach eingeladen hatte. In seiner Ansprache fand er deutliche Worte. Viel zu häufig habe man im vergangenen Jahr versucht, Spaltkeile in Menschen zu treiben, habe Zorn, Wut und Gewalt gesät. "Nur gemeinsam geht's", sagte der Rathauschef, der sich bei den zahlreichen ehrenamtlich engagierten Bürgern in Lichtenau bedankte. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von der Trachtenkapelle Lichtenau unter Leitung von Andreas Rauber, die für ihre Darbietungen viel Applaus erhielt.

Vieles habe sich in den vergangenen zehn Jahren in der Stadt Lichtenau geändert, erinnerte Greilach und verwies auf den Auf- und Ausbau eines eigenen Glasfasernetzes, an die Sanierung des Rathauses, die Erweiterung der Betreuungsangebote an der Grundschule und den Kindergärten, die Ansiedlung des Pflegeheimes, die Erschließung von Baugebieten und die Stärkung der Nahversorgung. Natur- und Klimaschutzprojekte hätten realisiert werden können, die städtischen Immobilien habe man energetisch saniert, die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt, Fotovoltaikanlagen realisiert, und in der Kläranlage liefere ein Blockheizkraftwerk Energie. "Wir können im Großen und Ganzen zufrieden und auch ein wenig stolz sein", sagte Greilach. In seiner Rede zitierte das Stadtoberhaupt Richard von Weizsäcker, John F. Kennedy, Friedrich Nietzsche, ja sogar Friedrich Hölderlin, der einst die Deutschen als "tatenarm und gedankenvoll" beschrieben hatte. Vieles würde am besten gelingen, wenn man zusammenarbeite und sich gemeinsam eines Problems annehme, so Greilach.

In diesem Jahr stehe Lichtenau vor großen Herausforderungen, denn finanziell werde man an die Grenzen kommen, nicht alle Maßnahmen und Wünsche könnten umgesetzt werden. Auf der Agenda stünden Pflichtaufgaben wie unter anderen die Unterhaltung der kommunalen Straßen und Immobilien sowie des Wasser- und Abwassernetzes, weitere Angebote in der Kinderbetreuung, die notwendige Erstellung und Überarbeitung von Bebauungsplänen im Sinne der städtebaulichen Entwicklung, der weitere Breitbandausbau, Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und zur Sicherung des Schulwegs, Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr. Auch die Renaturierung und Folgenutzung der Baggerseen und des ehemaligen Kieswerks müssten weiterhin angegangen werden. "Die Vereinsförderung wird sicherlich im kommenden Haushalt nach wie vor ihren Platz haben", versprach Greilach nach Aufzählung der gemeindlichen Aufgaben.

Dank richtete er an den Schützenverein Lichtenau, der in diesem Jahr die Bewirtung ausrichtete. Mit den Spendeneinnahmen des Neujahrsempfangs werden drei Lichtenauer Kinder unterstützt, die vor einingen Monaten innerhalb weniger Wochen zu Vollwaisen wurden.

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