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Bis Freitag, 16. März, bleibt die L83 mit Ausnahme von drei Tagen zwischen Sand und Wiedenfelsen gesperrt. Foto: Margull

Bühlertal/Schwarzwaldhochstraße (gero) - Im Generalverkehrsplan des Landes tauchte die L 83 (Sandstraße) bis vor wenigen Jahren überhaupt nicht auf. Nun gibt das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe Vollgas: Nach einem ersten Sanierungsabschnitt von 1,8 Kilometern ab dem Ortsausgang von Bühlertal im vergangenen Jahr könnte nun ein weiterer folgen.

Seit gestern laufen Probebohrungen und Rammsondierungen an drei Stützmauern zwischen Wiedenfelsen und Sand. Zu diesem Zwecke ist dieser Streckenabschnitt bis 16. März komplett gesperrt (Ausnahme von Freitag bis Sonntag). Die Buslinien ins Höhengebiet werden so lange über die Omerskopfstraße (Unterstmatt) umgeleitet.

Ende April erwartet das zuständige Baureferat beim RP die Ergebnisse der Bodenproben. Danach muss der Umfang der Sanierungsarbeiten ermittelt werden. Davon abhängig wird sein, ob die Erneuerung der bis zu fünf Meter hohen Stützwände noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden kann beziehungsweise überhaupt Kapazitäten bei Baufirmen frei sind. Was möglicherweise für eine Erledigung noch in diesem Jahr spricht: Der Leistungsumfang für die Stützmauer-Sanierung und die Erneuerung der Fahrbahndecke auf 1.3 Kilometern ist um einiges geringer als im ersten Baulos. Schätzungen gehen von rund 500 000 Euro aus.

Der ursprüngliche Kostenansatz auf den bereits erledigten 1,8 Kilometern konnte aufgrund so mancher Überraschungen im Untergrund nicht eingehalten werden und verteuerte sich letztlich um 250 000 auf 1,1 Millionen Euro. Auch die Vollsperrung geriet mit fünf Monaten erheblich länger als geplant.

Anspruchsvoll wird auf jeden Fall dann das 2,6 Kilometer lange Mittelstück zwischen Bühlertal und Wiedenfelsen. Auch hier müssen zuvor Bodenproben gezogen werden, die ersten möglicherweise noch in den verbleibenden kommenden fast zwei Wochen der Vollsperrung. Sollte das "Oberteil" der Sandstraße noch in diesem Jahr erledigt werden können, wäre das Mittelstück 2019 an der Reihe. Das Geld hierfür, heißt es, sei vorhanden.

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