Rechenschaftsbericht als Solo gesungen

Für Vereinstreue Geehrte und Ehrende des Frauenchors: Maria Riehle, Manuela Dresel, Christina Hörth, Edith Reith, Evelyne Krausbeck, Emmy Roth, Dorothea Herdt, Vera Engelmann, Angela Nöll und Elvira Schindler (von links).  Foto: wv

Bühl (wv) - Es dürfte nicht oft vorkommen, dass Rechenschaftsberichte gesungen werden. In der Hauptversammlung des Bühler Frauenchors geschah dies. Dirigentin Christina Hörth besang solo mit einem Lied die musikalische Weiterentwicklung: "Das Ergebnis, das war gut. Ich zieh vor euch Sängerinnen den Hut", so kommentierte sie den Erfolg des Frauenchors, den Titel Leistungschor errungen zu haben.

In der Versammlung am Dienstagabend bezeichnete auch Vorsitzende Evelyne Krausbeck die Teilnahme am Badischen Chorwettbewerb als Jahreshöhepunkt. Der Verein habe zwei fördernde Mitglieder und eine Sängerin neu gewinnen können. Er zähle aktuell 144 Mitglieder, davon 29 aktive und sieben Ehrenmitglieder, so Krausbeck.

Vorstandsmitglied Dorothea Herdt beleuchtete das Vereinsjahr 2017. In 45 Proben habe sich der Chor auf sechs große Auftritte vorbereitet. Am Stimmbildungsseminar hätten sechs Aktive teilgenommen. Ihre Rückmeldung "Das war super" habe bewirkt, dass sich fürs nächste Seminar weitere Sängerinnen angemeldet hätten. Das Adventskonzert des Frauenchors, zusammen mit dem Mandolinen- und Gitarrenorchester Neuweier, habe die Zuhörer in der voll besetzten Klosterkirche mit Liedern unterm Motto "Dass Friede werde unter uns" erfreut, so Herdt.

Anstelle der erkrankten Schatzmeisterin Ingrid Schneider trug Manuela Dreßel deren Bilanz vor: Der Verein musste ein Jahresminus von gut 900 Euro aus den Rücklagen finanzieren, vor allem durch die Busfahrt zum Chorwettbewerb verursacht. Dreßel und Sieglinde Bühler hatten die Kasse geprüft und meldeten, sie sei vollkommen in Ordnung.

Dirigentin Christina Hörth sang ihr Resümee, begleitete sich überdies als "Schlagzeug" mit Trinkbecherklopfen und Händeklatschen. Als Werbeblock fügte sie in ihren auf die Melodie von "Cups" getexteten Song ein: "Wir sind der Frauenchor. Musik liegt uns im Blut, das Singen tut uns gut."

Ehrenvorsitzende Maria Riehle bescheinigte dem Vorstand im Entlastungsantrag: "Es wurde musikalisch sehr viel geleistet, und die Geselligkeit kam auch nicht zu kurz." Margret Burget-Behm, ehrenamtliche Stellvertreterin des Oberbürgermeisters, attestierte Vorstand und Chor, ein tolles Team und richtig fleißig zu sein. Die Wahlen leitete Rolf Peter, Präsident des Mittelbadischen Sängerkreises. Für zwei Jahre wurden einstimmig wiedergewählt: Vorsitzende Evelyne Krausbeck, Vizevorsitzende Elvira Schindler, Ingrid Schneider (Finanzen), Marita Christ (Organisation) und Dorothea Herdt (Veranstaltungen). Die Versammlung bestellte Manuela Dreßel und Sieglinde Bühler zu Kassenprüferinnen.

Vorsitzende Krausbeck nahm die Ehrungen vor. Bei den aktiven Sängerinnen wurden Emmy Roth für 50 Jahre, Vera Engelmann für 45, Manuela Dreßel für 25, Angela Nöll für 20, Edith Reith für 15 und Elvira Schindler für zehn Jahre ausgezeichnet. Gerda Rauber war verhindert, die Ehrung für 50 aktive Jahre entgegenzunehmen.

Bei den fördernden Mitgliedern nahm Maria Riehle mit 55 Jahren Vereinstreue die Spitzenposition ein; die Ehrenvorsitzende war noch bis letztes Jahr aktives Mitglied gewesen. Von den Passiven waren verhindert: Elfriede Krause (50 Jahre Mitgliedschaft), Karola Kieser, Erika Conrad und Gertrud Lorenz (40), Georg Valkaniotis (30) sowie Isolde Lamprecht und Margarete Bertele (20 Jahre). Für den besten, fast lückenlosen Besuch der Proben wurden Conny Merz-Ruggiero und Evelyne Krausbeck ausgezeichnet.

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