Warten auf ein Signal vom Investor

Warten auf ein Signal vom Investor

Sasbachwalden (hei) -

"Leider läuft das nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe", sagt Sasbachwaldens Bürgermeisterin Sonja Schuchter über den derzeitigen Stillstand in Sachen Wagner-Kliniken. Dort sollten eigentlich längst Umbauarbeiten zumindest vorbereitet werden. Stattdessen erfuhr die Öffentlichkeit vergangene Woche, dass in drei Räumen des leerstehenden Hauses Baden vorerst drei Flüchtlingsfamilien untergebracht werden sollen. Das macht wenig Hoffnung auf einen baldigen Umbau.



Im Herbst 2017 gingen die Wagner-Kliniken in den Besitz der eigens dafür im Januar 2017 gegründeten Firma BF Residenz I über. Für den Kaufpreis von 2,1 Millionen Euro wurde eine Bankbürgschaft über fünf Millionen Euro vorgelegt. Die Gemeinde hatte eigens auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet und Hoffnungen gehegt, dass dieses Millionenprojekt bald angegangen wird.

Die BF Residenz will in die ehemaligen Kliniken zehn bis 15 Millionen Euro investieren. Doch wie Schuchter sagt, scheint es eine Weile zu dauern, bis der Investor konkrete Rahmen- und Zeitpläne vorlegen kann. "Wir brauchen, bevor irgendwelche Arbeiten beginnen, natürlich konkrete Pläne, um sie baurechtlich zu prüfen", sagt die Bürgermeisterin. Sie sei regelmäßig in Kontakt mit dem Verhandlungspartner Bernhard Goldmann, Gesellschafter der Kommanditgesellschaft. Demnach müsse eben erst Geld beschafft werden, wie es Schuchter ausdrückt. "Natürlich sorge ich mich auch ein wenig. Je länger nichts passiert, desto größer ist das Risiko, dass das Projekt stirbt. Das wussten wir aber von Anfang an", sagt die Bürgermeisterin.

Ein Pluspunkt ist aber die ungetrübte Bereitschaft des künftigen Betreibers, der Bäderbetriebsgesellschaft Monte Mare, die bereits zwölf Badelandschaften in Deutschland besitzt, aber eben noch keine im Schwarzwald. Monte Mare hat laut Sonja Schuchter weiterhin "sehr großes Interesse", die umgebauten Wagner-Kliniken zu pachten. Dem Betreiber wäre es lieber, wenn etwas voranginge, heißt es. Ursprünglich war eine Eröffnung der Wellness-Anlage im Jahr 2020 in den Raum gestellt worden. Das wird wohl nichts werden.

Bei Monte Mare hoffe man weiter auf Unterstützung auch durch die Gemeinde Sasbachwalden, "deshalb halte ich den persönlichen Kontakt mit allen Beteiligten aufrecht", sagt Schuchter, "Monte Mare würde sich freuen, wenn sie schnellstens beginnen könnte".

Von einer entstehenden Unruhe im Dorf will Bürgermeisterin Schuchter nicht sprechen, auch wenn sie immer mal wieder auf die Kliniken angesprochen wird, wie sie sagt. Alles hänge aber am Investor.

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