Gute Chancen für die Jugend und die Senioren

Gute Chancen für die Jugend und die Senioren

Bühl (wv) - "Es ist mir als Oberbürgermeister wichtig, dass unser Bühl ein Ort ist, der Jüngeren gute Chancen gibt, und zugleich einer, in dem Menschen gut alt werden können und dann all das vorfinden, was sie brauchen und sich wünschen", betonte Hubert Schnurr in der städtischen Seniorenadventsfeier für Kappelwindeck am Sonntagnachmittag in der Bachschlosshalle.

Das Miteinander bei besinnlichen Texten, Musik, Gesang, Kaffee und Kuchen genoss die ältere Kappler Generation an den von der Schule dekorierten, von Heiko Müller mit Blumenschmuck und vom Obst- und Gartenbauverein mit Äpfeln ausgestatteten Tischen.

Mit festlichen Weisen stimmten die von Katherine Flynn-Hartmann dirigierten Kappelwindeck-Musikanten die Gäste ein, erfreuten mit Ohrwürmern von "Heidschibumbeidschi" bis "I'm dreaming of a white Christmas". Ein Quartett aus ihren Reihen bezauberte mit "Herbei, o ihr Gläubigen".

Federführend hatte Walburga Eckert die Feier vorbereitet, wie seit Jahrzehnten bewährt. Unterstützt wurde sie von zahlreichen Helferinnen und Helfern aus den Vereinen. OGV-Vorsitzender Gerhard Vollmer hatte erstmals die Moderation seitens der Interessengemeinschaft Kap pelwindecker Vereine übernommen. Gleich beim Debüt hatte er Knoten im Programmablauf zu lösen, was ihm flexibel gelang. Vollmer rezitierte ein Gedicht des Kapplers August Kern, das so schließt: "Es schenke Euch die Weihnachtszeit, das rechte Freuenkönnen, Zeit, Gesundheit, Glück und Heiterkeit und - nach dem Lichterbrennen - genauso wunderbar das gleiche Glück im neuen Jahr."

OB Schnurr beschwor Erinnerungen der Senioren an Weihnachtsfeste ihrer Kinderzeit, erinnerte an vertraute Lieder, insbesondere an das Hoffnung stiftende "Stille Nacht, heilige Nacht", das vor genau 200 Jahren in harten Zeiten erstmals gesungen worden sei. "Auch heute sehnen sich die Menschen nach Frieden, nach Anteilnahme und einer besseren Welt", meinte Schnurr. Er mahnte, Positives nicht zu übersehen. "Dazu brauchen wir nicht in die Ferne zu blicken. In unserer Stadt gibt es viele, die sich für andere und das Gemeinwohl einsetzen."

Die ökumenischen Gedanken zum Advent steuerte Dr. Götz Häuser, Pfarrer der evangelischen Johannesgemeinde, bei. Er erzählte von einem Menschen, dem angekündigt wird, Gott selbst werde ihn zu Hause besuchen. Der Mensch startet eine Riesenputzaktion, um sein Heim für den Besuch vorzubereiten. Ein Unbekannter hilft ihm. Sie werden am Abend fertig, aber der Mensch fragt: "Wo bleibt Gott?" Da gibt sich der Putzhelfer zu erkennen: "Ich bin längst bei Dir." Das sei der Kern von Weihnachten, meinte Pfarrer Häuser: "Gott kommt, um das Leben mit uns zu teilen und es mit uns zusammen zu ordnen."

Den Zuhörern großes Vergnügen bereitete der Grundschulchor der Bachschloss-Schule, dirigiert von Lehrerin Dorothee Senger und am Klavier begleitet von deren Mutter Erika Maier. Fröhlich, frisch und bemerkenswert kräftig sangen die Kinder von einer lustigen Weihnachtsbäckerei. Sie versetzten sich in "diese Kerzen im Advent. Sie fragen immerzu, wer als letzte brennt, bin ich es oder Du?" Die Kinder baten den "Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg". Die Begeisterung der jungen Sängerinnen und Sänger erklomm den Gipfel, als sie "Rudolph, das kleine Rentier" mit der leuchtenden Nase besangen. Das Publikum feierte sie mit Riesenapplaus.

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