Gute Grundlagen für handwerkliche Berufe legen

Gute Grundlagen für handwerkliche Berufe legen

Bühl (mig) - So macht Lernen Spaß: An der Bachschloss-Schule wurden drei Technikräume runderneuert und gestern der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit den Herbstferien wird darin gewerkelt: mit nagelneuen Werkzeugen auf nagelneuen Arbeitstischen. Neben der klassischen Tafel gibt es einen 65 Zoll großen Flachbildschirm.

"Es riecht frisch und neu", stellte Oberbürgermeister Hubert Schnurr gestern fest. Mit ihm besuchten Bürgermeister Wolfgang Jokerst und die Fachbereichsleiter Klaus Dürk und Wolfgang Eller die Fair-Trade-Schule. Schulleiterin Constanze Velimvassakis bedankte sich herzlich für die große Investition. Sie habe "Tränen in den Augen gehabt vor Freude, dass man so schön arbeiten darf", sagte sie.

Rund 300 000 Euro kostete die Sanierung von drei Technikräumen der Werkrealschule, die zur Zeit von 240 Schülern besucht wird. Vom Bodenbelag bis zur Deckenbeleuchtung und von der Leitung in der Wand über das Mobiliar bis zur Ausstattung wurde seit Mai vergangenen Jahres alles erneuert. Kurz zuvor war auch ein weiterer naturwissenschaftlicher Raum für das Fach BNT (Biologie, Naturphänomene und Technik) saniert und neu ausgestattet worden. Insgesamt können sich Schulleitung, Lehrer und Schüler über städtische Investitionen in Höhe von einer halben Million Euro freuen.

"Die Bachschloss-Schule ist uns lieb und teuer", sagte der OB. Nachdem die Technikräume nun auf dem neuesten Stand seien, ließen sich hier gute Grundlagen für künftige Handwerker legen. Die Investition bedeute, dass es mit der Werkrealschule weitergehen müsse. Er kündigte an, dass auch für die benachbarte Halle noch in diesem Jahr "ein Pflock eingeschlagen" werden soll. "Fast schon überraschend" sei es für sie gewesen, dass die Wünsche der Schule für so wichtig befunden worden seien, so die Schulleiterin. Schnell und umfassend sei auf die Dinge reagiert worden, die 2017 bei einer Begehung der Räume geäußert worden seien. Velimvassakis bestätigte, dass das Handwerk unterstützt werden müsse, wie es OB Schnurr auch in seiner Neujahrsrede geäußert habe. In den neuen Räumen könne es gelingen, die Schüler auf handwerkliche Berufe neugierig zu machen und sie vorzubereiten.

Jetzt seien alle Werkzeuge vollständig, "die Feilen feilen auch" und es sei eine große Freude, die Schüler hier arbeiten zu sehen. Konrektor Christoph Reichenbach wies auf die Flachbildschirme hin, die man anstatt der bisher üblichen Beamer gewählt hat. Sie böten Vorteile bei Tageslicht und seien einfach zu handhaben. Mit dem iPad übertrage der Lehrer Inhalte auf den Bildschirm. Außerdem sei man dankbar, dass jetzt ein 3-D-Drucker zur Ausstattung gehöre. Kooperationen wie mit der Firma Bosch profitierten davon.

Die Technikräume werden in Lerngruppen von bis zu 16 Schülern von allen Fünftklässlern zwei Stunden pro Woche genutzt. Ab der siebten Klasse der Werkrealschule bis zur zehnten ist Technik ein Wahlpflichtfach mit mehr als zwei Wochenstunden. Und wie finden die Schüler den Unterricht in den neuen Räumen? Die Schulleiterin weiß es: "Die finden es cool." Alle Interessierten können die Technikräume beim Tag der offenen Tür am Freitag, 18. Januar, von 15.30 bis 18 Uhr kennenlernen.

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