Eine Show, die an Wunder glauben lässt

Eine Show, die an Wunder glauben lässt

Bühl (bgt) - Dass die Magier auch in diesem Jahr wieder ihr Publikum begeistern, war zu erwarten. Wenn man zum siebten Mal mit einer Show gastiert, dann muss an dieser schon etwas dran sein. Die Zaubergala "Magic Bühl" füllte am Samstagabend sämtliche Plätze des Bürgerhauses Neuer Markt, das schon vor der Vorstellung regen Zustrom verzeichnete. Die Zauberanimateure Magic Sven und Magic Christo empfingen die Besucher eine Stunde vor dem Start im Foyer. Dort führten sie ganz erstaunliche Tricks vor, mit denen man bei der nächsten Geburtstagsparty mächtig Eindruck schinden könnte.

Rüdiger Schmitt vom Schüttekeller hatte zusammen mit dem künstlerischen Leiter des Abends, dem Grand-Prix-Sieger Mr. Black aus Karlsruhe, wieder große Namen nach Bühl geholt. Allen voran natürlich Mr. Black selbst, der mit seiner Eröffnungsshow Zauberkunst in Vollendung demonstrierte. Ganze sechs Tauben zauberte er hervor, eine nach der anderen, aus nichts als Tüchern, Beuteln, leeren Papierrollen und Etlichem mehr. Dann verstaute er die Vögel in einem kleinen Verschlag, hing ein Tuch darüber, hob es hoch - und der ganze Verschlag war verschwunden. Ein grandioser Auftakt.

Den Moderator des Abends gab Comedian-Zauberer Juno. Er kann nicht nur zaubern, sondern ist dabei auch noch ganz besonders lustig, mit schweizerischem Zungenschlag und ebensolchem Humor. Er zog das Publikum geschickt mit ein. So durften zwei kleine Mädchen auf die Bühne kommen und ihm beim Zaubern assistieren.

Die Crazy Chaps verwandelten ihre riesigen Hutkrempen zu fetzigen Rhythmen in die unterschiedlichsten Formen von Kopfbedeckungen, und das in schwindelerregender Schnelligkeit. Das hätte ganz gut klappen können, wenn ihnen nicht die Technik einen Streich gespielt hätte: Die eingespielte Musik hakte wie bei einem alten Plattenspieler, der eine Stelle immer wiederholt. Sie versprachen, es nach der Pause noch einmal zu versuchen, und siehe da: Alles funktionierte.

Für fernöstliche Atmosphäre sorgten zwei Ladys aus Shanghai: das Duo Yingling. Wie die Beiden mit den Füßen mit unzähligen offenen Schirmen jonglierten und als zweite Nummer eine Art Körperpyramide formten, war eine akrobatische Glanzvorstellung der Extraklasse.

Las-Vegas-Flair verbreitete das unnachahmliche Flick-Flack-Magic-Team mit seiner gigantischen Show, die Magie zu dem machte, was sie ist: Eine Illusion, die die Zuschauer an große Wunder glauben lässt, obgleich sie doch wissen, dass es echte Zauberei nicht gibt. Natürlich hat man das eine oder andere schon in unzähligen Varianten in anderen Shows gesehen, und dennoch lässt es immer wieder staunen, wie junge Damen zersägt, durchbohrt oder in ihre Einzelteile zerlegt werden - und dabei immer noch charmant lächeln. Stimmenimitator Harry Borgner brachte in einer grandiosen Musikshow bekannte Sänger wie Heino, Udo Lindenberg oder Reinhard Mey auf die Bühne, und die Weltmeister der Zauberkunst, die Formation Junge-Junge, ließen sich in ihrer preisgekrönten Darbieten selbst verschwinden, ja gar durchbohren - ohne jeglichen Schaden.

Am Ende holte Juno sie alle zusammen noch einmal zum Finale auf die Bühne - und das Publikum war schier aus dem Häuschen. Der Applaus ließ die Wände wackeln. Keine Frage: Die nächste Zaubergala ist schon programmiert.

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