Befürchtungen einer "zweiten Hundseck"

Befürchtungen einer 'zweiten Hundseck'

Rheinmünster (iru ) - Die ehemalige Gaststätte "Krone-Post" in Stollhofen droht zu einem dauerhaften Schandfleck im innerörtlichen Bereich des Ortsteils Stollhofen zu werden. Nach einem Brand auf dem Anwesen in der Rastatter Straße bietet sich dem Betrachter ein unschönes Bild: Die Spuren des Großbrandes sind anhand verruster Fassaden, verkohlter Dachbalken und mit Holzplatten provisorisch verschlossener Fenster und Türen noch deutlich sichtbar.



Bürgermeister Helmut Pautler sieht nur geringe Einflussmöglichkeiten der Gemeinde für die weitere Entwicklung des bereits als "Schrottimmobilie" bezeichneten Gebäudes. Der aktuelle Sachstand war Gegenstand einer Anfrage bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauwesen, Technik und Umwelt in Rheinmünster.

Nach dem Brand in der Nacht auf den 29. März (wir berichteten) konnte zwar die halbseitige Sperrung der Rastatter Straße wieder aufgehoben werden, in der Stollhofener Bevölkerung mehren sich jedoch Stimmen, die mit einem Stillstand auf dem schon vor dem Brand vielfach als "verwahrlost" wahrgenommenen Areal rechnen. Der Begriff "Zweites Hundseck" machte bereits die Runde.

"Abreißen jetzt" hat vermutlich ein Einheimischer auf die verbarrikadierte Eingangstür gekritzelt. Damit dürfte er den meisten Einwohnern aus der Seele sprechen. Vom Eigentümer sei bislang keine Benachrichtigung über das weitere Vorgehen bekannt, erklärte Pautler.

Ortsvorsteher Willibert König berichtete von verärgerten Anwohnern, die bei der Fortdauer des aktuellen Zustandes das Anziehen von Ungeziefer und Ratten befürchten.

Weitere Anwohner wollen außerdem die Überlassung noch intakter Räumlichkeiten für Übernachtungen beobachtet haben, die im Falle einer Vermietung gegen Entgelt unzulässig wären. "Wir brauchen da aber konkrete Hinweise, um tätig werden zu können", betonte der Rathauschef abschließend.

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