Stadtkernsanierung teurer als erwartet

Stadtkernsanierung teurer als erwartet

Lichtenau (ar) - Den Bewohnern der Mühlstraße in Lichtenau wird in den nächsten Wochen einiges an Geduld abverlangt, aber sie werden hierfür mit einer sanierten Straße belohnt. Nach Aussage von Daniel Ruschmann vom Hügelsheimer Ingenieurbüro Wald und Corbe sollen die Arbeiten im Juni beginnen und voraussichtlich bis Oktober 2019 beendet sein.


In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Lichtenau beschloss das Ratsgremium einvernehmlich die Vergabe der Arbeiten an die Firma Grötz aus Gaggenau zum Angebotspreis in Höhe von 374 442 Euro. Im Haushaltsplan 2019 sind für die Maßnahme Mittel in Höhe von 303 000 Euro eingestellt. Wie Ruschmann erklärte, hätten sich die im Juli vergangenen Jahres geschätzten Kosten zum Zeitpunkt der Planvorstellung nun erhöht, da sowohl die Erneuerung der kompletten, rund 50 Jahre alten Wasserleitungen mit Hausanschlüssen als auch die Befestigung des Fußweges zur Schanz nicht enthalten gewesen seien.

Aktuell werde vom Regierungspräsidium geprüft, ob die Stadt im Rahmen des Förderprogramms einen Zuschuss erhalten könne, so Bauamtsleiter Andreas Ludwig. Vorgesehen ist ein niveaugleicher Ausbau der Mühlstraße als gemischte Verkehrsfläche mit Mittelrinne, wobei sich die Pflasterbauweise an die Gestaltung in der benachbarten Benshurststraße anpassen soll, so Ruschmann.

Im Wendeanlagenbereich sollen vier Parkplätze entstehen. Ebenfalls gepflastert wird der Fuß- und Radweg zur Schanz. Eingebaut werden je ein neuer Regenwasser- und Schmutzwasserkanal, unabhängig vom bereits in der Straße liegenden Mischwasserkanal. Da die Straße lediglich eine Breite von 5,50 Meter aufweise, sei eine Befahrung während der Bauzeit nicht möglich, betonte Ruschmann.

Ebenfalls herrschte Einvernehmen hinsichtlich der vorgelegten Mehrkosten für die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung. Insgesamt wurden 133 Leuchten sowie 44 Trilux-Oberlichtlaternen auf LED umgerüstet. Die Schlussrechnung ergab Kosten in Höhe von 55 642 Euro, eingestellt waren lediglich Mittel in Höhe von 40 000 Euro. Für die Sanierung der Straßenbeleuchtung erhält Lichtenau einen Bundeszuschuss in Höhe von 7 142 Euro.

Genehmigt wurde die Aufstellung der vierten Änderung des Bebauungsplans Gewerbegebiet I in Lichtenau, die im beschleunigten Verfahren durchgeführt werden soll. Damit sollen die im Bebauungsplan festgelegten Nutzungen für die Sondergebiete und das mit der dritten Änderung ausgewiesene Gewerbegebiet für die Waschanlage hinsichtlich der Zahl der Vollgeschosse geregelt werden.

Diskutiert wurde einmal mehr die Anbringung der Außenwerbung auf der Schanz auf Höhe der Einfahrt zum Parkplatz. Karl-Heinz Geißler (CDU) monierte die Anbringung des Werbeschildes des dortigen Drogeriemarktes als Ergänzung zur bestehenden Tafel des Lebensmitteldiscounters. Die vereinbarte Höhe von zwei Meter werde nicht eingehalten, die Einsicht in den laufenden Verkehr bei der Ausfahrt aus dem Parkplatz sei daher schlecht. "Diese Situation dort werden wir noch verbessern, denn die Einfahrt soll wie besprochen verbreitert werden", erklärte Bürgermeister Christian Greilach. Das Ratsgremium stimmte der Anbringung der Außenwerbung bei drei Gegenstimmen und vier Enthaltungen mehrheitlich zu. Genehmigt wurde außerdem die Anbringung einer beleuchteten Außenwerbung an der Fassade eines Unternehmens im Lichtenauer Gewerbegebiet.

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