Trockenmauern werden saniert

Trockenmauern werden saniert

Bühlertal (kkö) - Dringend sanierungsbedürftig sind einige Trockenmauern am Engelsberg: Sachgebietsleiter Thomas Heitzmann berichtete dem Gemeinderat am Dienstag von zwei betroffenen Mauerabschnitten, beide in Gemeindeeigentum. "Eine Mauer befindet sich in der Grünwinkelstraße. Hier besteht eine zusätzliche Gefährdung, da der Bereich bewirtschaftet wird und die Helfer teilweise über die Mauern laufen müssen. Es können sich schnell Steine lösen."

Der zweite Abschnitt in kommunaler Hand befinde sich etwas weiter unten in Straßennähe. "Dort geht es auch um die Verkehrssicherheit."

Aus einer Ausschreibung, so Heitzmann, sei die Bühlertäler Firma Christel Keller als günstigste Bieterin hervorgegangen, deren Preis mit rund 50 000 Euro eine Punktlandung darstelle: "Das entspricht genau unserer Kostenschätzung."

Ein Antrag auf Förderung der Maßnahmen als Naturparkprojekt war ihm zufolge bereits 2018 gestellt und bewilligt worden; circa 27 000 Euro fließen demnach als Zuschuss. "Im April dieses Jahres ging dann die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn ein." Das Landratsamt habe allerdings eine ökologische Baubegleitung zur Auflage gemacht, Kostenpunkt gut 2 000 Euro. Man habe dafür einen Mitarbeiter des ILN Bühl gewinnen können, was auch deshalb günstig sei, da dieser bei Bedarf schnell vor Ort sein könne. Denn: "Wir haben ein sehr begrenztes Zeitfenster. Die Maßnahmen starten Mitte August und müssen bis Ende September fertiggestellt sein."

Auf Nachfrage von Inge Volpp (FBV) erläuterte Heitzmann, die Notwendigkeit einer ökologischen Begleitung ergebe sich unter anderem aus der Besiedelung der Mauern durch Gottesanbeterinnen, Eidechsen und Schlingnattern. "Wir werden schauen, wo wir für diese Tiere während der Sanierung ein Zuhause finden. Meist suchen sie sich selbst in solchen Fällen eine andere Mauer und kehren zurück, wenn es wieder ruhiger wird."

Andreas Karcher (FBV) erkundigte sich nach möglichen Zuschüssen des Landkreises für die aus der ökologischen Begleitung entstehenden Kosten. Dass solche nicht gewährt werden, wie Heitzmann mitteilte, bedauerte er: "Es ist doch schade, wenn es nur Vorschriften gibt, aber keine Fördergelder." In diesem Punkt gab Bürgermeister Hans-Peter Braun ihm "zu 100 Prozent recht".

Stefan Ursprung (FBV) begrüßte den eingehaltenen Kostenrahmen. Ihn besorgte indes die Umsetzung während der Urlaubszeit, da am Engelsberg viele Wanderer unterwegs seien. Eine Vollsperrung, beruhigte Heitzmann, sei nicht nötig. "Die Mauern werden in Handarbeit abgebrochen, ein Fahrzeug ist nur für den Materialtransport erforderlich. Wir bemühen uns, den Weg zumindest für Fußgänger frei zu halten." Die Zustimmung zur Beauftragung der Baufirma erfolgte geschlossen.

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