Von junger Blasmusik bis zum Party-Sound

Von junger Blasmusik bis zum Party-Sound

Ottersweier (wv) - Es ging rund in der rechteckigen Festhalle mit der einfallsreichen rustikalen Dekoration: Das "Musikfest auf Doningers Eckgrabenhof" lockte am Samstagabend Besucher in Scharen ins malerische, kleine Seitental zwischen dem Ottersweierer Gewann "Im Weier" und Lauf. Die Festeröffnung spannte den Bogen von ganz junger Blasmusik zu mitreißendem Party-Sound.





Der Eckgrabenhof liegt zwar nahe der Ortsmitten von Ottersweier und Lauf, aber doch "mitten im Grünen", umgeben von Wiesen, Feldern, Obstgärten und Wäldchen. Das Fest veranstaltet der Förderverein der Original Burg-Windeck-Musikanten. Dessen Vorsitzender Roman Frietsch nahm den Fassanstich bierfontänenfrei vor, zusammen mit Hauptvereinsvorsitzendem Thomas Baur und Daniel Friedmann, der seitens des Vereins als Festwirt fungiert.

Sonderapplaus erhielten Landwirt Klaus Doninger und seine Familie, die ihr Gelände und ihre Landwirtschaftshalle als "Festsaal" zur Verfügung stellten und viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt hatten. Baur würdigte auch die Mithilfe der vielen aktiven und fördernden Mitglieder, Freunde und Fans des Vereins. In der mit Stoffbahnbaldachin, Schmucktürmen aus Stroh-Rundballen, Mais und Kürbissen dekorierten "Musikscheune" gab's Sitzplätze für rund 500 Besucher.

Zunächst kam die Zukunft der Burg-Windeck-Musikanten auf die Bühne: Deren Jugendkapelle "Windeck Rocker" spielte unter der temperamentvollen Leitung von Patrick Pirih bemerkenswert dynamisch auf. Poppige Werke servierte der Nachwuchs mit Energie, etwa den "3C Rock" und "Party Rock Anthem", "Barbara Ann" und "Smoke on the Water". Knackig spielten die Nachwuchsmusiker "Dynamite" und ansprechend melodisch "I was made for loving you, Baby". Als das Publikum nach Zugabe verlangte, meinte Dirigent Pirih: "Ihr Beifall motiviert die jungen Musikerinnen und Musiker zu Höchstleistungen." Sie unterstrichen dies mit der federnd gespielten Polka "Spring Break".

Nicht weniger optimistisch dürfen die Laufbachmusikanten nach vorn in ihre musikalische Zukunft blicken, obwohl deren Jugendkapelle zunächst mal den Titel "Zurück in die Zukunft" auflegte. Die von Simon Kist dirigierte "Juka Lauf" - so nennt sie sich kurz - spielte erstaunlich reif auf. Sie erwies "Pippi Langstrumpf" musikalische Reverenz, ließ melodiös und gefühlvoll "Risk Everything for a Dream" erklingen. Einfallsreich in der Perkussion, auch mit klangvollen Glockenschlägen garniert, gestaltete die "Juka Lauf" ihren Auftritt und erntete mit "Highway to Hell" und "Beetle Boogie" großen Applaus des Auditoriums.

Die Tradition der einstigen Ottersweierer Musikfeste auf dem Sonnenplatz nahm der Förderverein mit der Verpflichtung einer Pop- und Rockband für den Festsamstagabend wieder auf: "Party Inside", ein Quintett aus einem weiten Raum um Karlsruhe, animierte zum Mitklatschen und Mitsingen. Leadsänger Andreas Kraft, Keyboarder Kevin Kretz, Gitarrist Fabian Kunzmann, Bassist Jochen Bittmann und Schlagzeuger Patrick Wild legten sich mächtig rein. An diesem Abend ergänzte sie Lorenza Maluku mit ihrer wandlungs- und ausdrucksfähigen Singstimme. Partyhits von einst bis jetzt erklangen druckvoll.

Die Band ging gut darauf ein, dass dem Publikum zunächst eher aufs Miteinander-Brätschen gelüstete. Schlager wie "99 Luftballons", "Hulapalu" und "Cordula Grün" lösten die Zungen. Das Party-Volk sang begeistert mit. Die Stimmung stieg - und erst mit Ende der Geisterstunde war die Inside-Party aus.

zurück
1