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Ein Mensch ist immer mit an Bord
Kameras überwachen die Versuchsstrecke im Bereich Ostring.  Foto: Jehle
14.04.2018 - 00:00 Uhr
Karlsruhe (sj) - Im Sommer 2016 kam der Zuschlag, im darauffolgenden November wurden erste Fördermittel bereitgestellt für den Praxisversuch "Testfeld autonomes Fahren". Der soll mit selbstfahrenden Autos im Stadtbereich Karlsruhe stattfinden - und sich auf angrenzenden Autobahnabschnitten bis nach Heilbronn erstrecken. Mehr als 15 Monate lang dauerten die Vorarbeiten, die jetzt vor dem Abschluss stehen. Ab Mai soll es richtig losgehen.

Was konkret startet schon in der ersten Maiwoche?

Im ersten Ausbauabschnitt sind die Autobahnabschnitte noch nicht mit angebunden, allerdings wurden erste Vorkehrungen für den Anschluss der Autobahnzufahrten über die Südtangente sowie die Ausfahrten Durlach getroffen. Die ab Mai befahrene innerstädtische Strecke des Testfeldes umfasst den Ostring, Teile der Haid-und-Neu-Straße, und die Wolfartsweierer Straße bis zur Zufahrt der Südtangente sowie die Südtangente bis zur Ausfahrt Brauerstraße.

Gibt es beispielhaft Sende-/ oder Verteilkästen, die man schon sehen kann?

Die Infrastrukturmaßnahmen am Ostring sind auch für Bürger bereits sichtbar. Sowohl an der Kreuzung Durlacher Allee als auch an der Mannheimer Straße sind sogenannte "Road Side Units" angebracht, über die die Ampeln drahtlos ihren Status kommunizieren können - erkennbar an den Antennen. Beispielsweise hängen über der Kreuzung Durlacher Allee bei der EnBW in etwa acht Metern Höhe Kameras für das Testfeld. Auch ist an der einen oder anderen Stelle bereits Sensorik sichtbar.

Wie wird die Bevölkerung informiert?

Die Bevölkerung wird über die Medien sowie über die offizielle Website des Testfelds (taf-bw.de) informiert. Zudem informieren die beteiligten Forschungseinrichtungen und Kommunen auf ihren Websites und Social-Media-Kanälen über den Start des Projekts. Bei einem Bürgerforum im Bürgerzentrum "Südwerk" konnten sich vergangenen Oktober die Bürger über das Testfeld Autonomes Fahren informieren.

Welche Firmen haben sich bislang schon "eingemietet" auf den Teststrecken?

Das Testfeld bietet nicht nur Automobilherstellern, sondern auch Zulieferern, Mobilitätsdienstleistern und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit zu Versuchen. Das Forschungszentrum Informatik (FZI) macht derzeit keine Angaben, wer konkret schon im Mai mit am Start steht. Das Land Baden-Württemberg will über eine auf das Testfeld in Karlsruhe aufbauende Folgeausschreibung ("Smart Mobility") zudem Vorhaben aus Industrie und Forschung fördern. Stand Anfang April stand die Liste möglicher Projekte noch nicht fest.

Wie lange dauert die Projektphase "Testfeld autonomes Fahren"?

Insgesamt fünf Jahre lang soll in Karlsruhe und auf angrenzenden Autobahnen das

fahrerlose Fahren erforscht werden. Weite Bereiche der Stadt Karlsruhe, mit Schwerpunkten in der Oststadt - und einem Straßennetz von mehreren Hundert Kilometern, aber auch Autobahn-Abschnitte der A5 von Karlsruhe, über Bruchsal zum Walldorfer Kreuz, Teile der A8 bis Stuttgart, und der A6 bis Heilbronn, sind Teil des Testfelds. Der Normalbürger wird vom autonomen Fahren eher wenig mitbekommen: in allen Fahrzeugen sitzt im Test-Einsatz zudem jeweils ein "Sicherheitsfahrer".

Wo sitzt das "operative Herz" des Projekts?

Mit dem Start des Testfeldes, zu dem die beim Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) angesiedelte Leitstelle und ein in sich abgeschlossenes Testgelände in Karlsruhes Oststadt gehören, sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen im Stadtbereich und auf Autobahnabschnitten ihre Systeme und Geschäftsmodelle für einen künftigen Zukunftsmarkt erproben können. Dreh- und Angelpunkt wird die Karlsruher Oststadt sein - auch das federführende FZI hat dort seinen Sitz.

Wer ist an dem Projekt beteiligt?

An dem Betreiberkonsortium, das 2016 nach einer Ausschreibung den Zuschlag bekam, sind unter anderem des FZI, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie die Städte Karlsruhe, Heilbronn, Bruchsal und der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) beteiligt. Das Konsortium hat sich für den Testlauf rund ein Dutzend Aufgabenpakete geschnürt. Da geht es um Messtechnik, Sensoren, Wetteranalysen - auch um rechtliche Fragen. Wichtig erscheint vor allem die Sammlung von Daten und Erfahrungswerten. Das Land unterstützt das Projekt "Testfeld autonomes Fahren" mit 2,5 Millionen Euro, weitere Gelder kommen von industriellen Partnern. In der Summe gibt es rund neun Millionen Euro Fördermittel.

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