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Sperren sollen heimische Krebsarten schützen
Sie sollen geschützt werden: Einheimische Tiere wie dieses Steinkrebs-Weibchen mit anheftenden Eiern. Foto: Hegmann
24.04.2018 - 00:00 Uhr
Baden-Baden (hap) - Die Ausbreitung invasiver nordamerikanischer Flusskrebse, insbesondere des Signalkrebses, ist die Hauptursache für den fortschreitenden Rückgang unserer heimischen Flusskrebse (Stein-, Dohlen- und Edelkrebse). Durch den Bau von wirksamen Barrieren, den Krebssperren, sollen die Lebensstätten der einheimischen Arten vor einwanderten Signalkrebsen geschützt werden. Gestern waren Andre Baumann, Staatssekretär im baden-württembergischen Umweltministerium und Regierungspräsidentin Nicolette Kress (RP Karlsruhe) zusammen mit den am Projekt beteiligten Mitarbeitern der Regierungspräsidien (RP) Karlsruhe und Freiburg am Heimbach bei Baden-Baden, um sich über eines der Projekte vor Ort zu informieren.

Als Gastgeberin begrüßte Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen die Teilnehmer im Städtischen Forstamt in Baden-Baden und erklärte dabei, dass die vielen Waldflächen der Stadt zwar eine Herausforderung sind, die Erhaltung von Flora und Fauna und der dazu erforderliche Artenschutz aber eine wichtige Rolle für die Stadt spielen würden. Deshalb sei man auch mit den drei Gewässern auf dem Stadtgebiet, in denen noch Krebse vorkommen, Projektpartner geworden.

Bei dem Projekt "Krebssperren zum Schutz des Dohlen- und Steinkrebsbestandes" wird die aktuelle Situation der Gefährdung ausgewählter Flusskrebsbestände durch invasive Flusskrebse wie den Signalkrebs erfasst. Zudem wird ermittelt, wo geeignete Stellen zur Errichtung physikalischer Barrieren vorhanden sind, mit denen eine Einwanderung invasiver, nicht heimischer Flusskrebse verhindert werden kann.

Mit dem Modellprojekt der Regierungspräsidien Karlsruhe und Freiburg wurden seit 2013 in neun Fließgewässern die Krebspopulationen erfasst und jährlich beobachtet. Für den Regierungsbezirk Karlsruhe wurden dafür neben Flüssen im Rhein-Neckar- und Neckar-Odenwaldkreis die Gewässer Rotenbach, Heimbach und Oos ausgewählt. Ab 2016 wurden mit finanzieller und fachlicher Unterstützung durch die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg unterschiedliche Krebssperren errichtet. Darunter auch am Baden-Badener Heimbach. Dort wurde ein Überlaufrohr mit einer Blechmanschette verlängert, so dass die Eindringlinge nicht weiter aufsteigen können.

Die Evaluation kam im vergangenen Jahr zu dem Schluss, dass die Maßnahmen erfolgreich sind. Nun sollen möglichst viele bekannte Populationen von Edelkrebsen in Baden-Württemberg vor den gefährlichen Einwanderern geschützt werden. Dafür ist allerdings erforderlich, dass neben den bereits erprobten Maßnahmen die Bevölkerung über die verschiedenen Krebspopulationen vor Ort aufgeklärt wird. So hören die Experten immer wieder, dass es selbst Anlieger gibt, die nicht darüber informiert sind, dass in "ihrem Bach" Krebse vorkommen. Daneben sollen die Kommunen durch Einsätze von Bauhofmitarbeitern die Installation von Krebssperren unterstützen. Gespräche mit Fischpächtern oder die Veranstaltung von Gewässernachbarschaftstagen sollen ebenfalls helfen, die Bevölkerung für weitere Maßnahmen zu aktivieren.

Staatssekretär Baumann, der selbst promovierter Biologe mit den Studienschwerpunkten Naturschutz und Ökologie ist, nannte das Projekt eine große Aufgabe, der sich die Landesregierung aber stellen wird. So seien bereits mehrere Millionen Euro für die Projekte bereitgestellt worden.

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