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Erst nochmals prüfen, dann handeln
Erst nochmals prüfen, dann handeln
16.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Winfried Heck

Karlsruhe - Dass der Bau eines Polders im Bereich Bellenkopf/Rappenwört notwendig ist, darüber bestand gestern im Karlsruher Gemeinderat Einigkeit. Nur wie genau der Hochwasserschutz rund ums Rheinstrandbad umgesetzt werden soll, bleibt im Gremium umstritten.

Unter anderem sehen die Planungen vor, dass die Straße und eine Straßenbahntrasse in Richtung Rheinstrandbad, Naturschutzzentrum und die in der Nähe angesiedelten Vereine um gut zwei Meter höher gelegt werden sollen. Damit soll die Erreichbarkeit der genannten Einrichtungen auch bei Hochwasser gewährleistet bleiben, außerdem würden beide Verkehrstrassen vor Schäden besser geschützt.

Vor allem aus Rheinstetten hatte es bereits Widerstand gegen eine Höherlegung der beiden Verkehrstrassen gegeben. Der frühere Bürgermeister der Nachbarstadt, Bertold Treiber, hatte in einem Schreiben vorgeschlagen, ökologische Flutungen - die nach und nach eine für Auenwälder typische Vegetation schaffen sollen - so rechtzeitig abzubrechen, dass zwar 70 Prozent des Geländes überflutet würden, nicht aber die beiden Verkehrswege.

Große Flutungen des Gebiets, sogenannte Retentionsflutungen, mit denen kritische Hochwasserscheitel rheinabwärts entschärft werden sollen, sind laut Treiber hingegen nur alle 80 Jahre nötig und damit zu selten, um teure Eingriffe in die Landschaft zu rechtfertigen.

Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) warb hingegen für die Höherlegung der beiden Verkehrswege, denn nur dann sei es möglich, unterhalb der beiden Trassen größere Durchlässe anzulegen. Diese Durchlässe würden bei Hochwasser für eine gute Durchströmung des gesamten Gebiets sorgen und die Entstehung von Totwasserzonen, die das Ökosystem nachhaltig schädigen könnten, verhindern. Wer den derzeitigen Wald in einen Auenwald zurückverwandeln wolle, komme um größere Eingriffe nicht herum.

Nach längerer Diskussion stimmte eine Mehrheit im Rat allerdings einem Antrag der CDU zu, wonach das Regierungspräsidium nochmals prüfen soll, wie sich eine Höherlegung der beiden Verkehrstrassen vermeiden lässt.

Auch sollten die Angaben Treibers zur Zahl von kritischen Hochwasserereignissen nochmals genau geprüft wurden, erst danach sei eine Stellungnahme zur Planung möglich. Davon abgesehen soll eine Spundwand, die das Rheinstrandbad bei Hochwasser schützen wird, möglichst dezent gestaltet werden.

Ursprünglich war statt der Wand ein zusätzlicher Damm vorgesehen, der aber deutlich stärkere Eingriffe mit sich gebracht hätte. Positiv sei, dass die Ertüchtigung eines Hochwasserdamms, die einen großen Verlust von Ackerflächen und Wald mit sich gebracht hätte, abgemildert wurde.

Am Integrierten Rheinprogramm, das neben dem Hochwasserschutz auch eine Rückgewinnung von Auenlandschaften entlang des Rheins vorsieht, werde festgehalten.

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