http://www.ausbildungsmesse-baden-baden.de/
Neues Sonar für Suchaktionen unter Wasser
Großaufgebot in Kehl: Die deutsch-französische Wasserschutzpolizei nimmt das neue Sonargerät in Empfang. Foto: Lorey
02.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Jürgen Lorey

Kehl - Gestern Vormittag im Kehler Rheinhafen: Das schwarz-gelbe Teil sieht aus wie ein schlankes, kleines Torpedo. Bei dem Gerät handelt es sich um das neue Sonar II, das für die deutsch-französische Wasserschutzpolizeistation Kehl angeschafft wurde, die vom Rheinfall in Schaffhausen bis zur Schleuse Iffezheim zuständig ist.

Die Wasserschutzpolizei nutzt bereits seit 2007 ein Unterwasserortungsgerät, das damals unter Federführung der Gendarmerie National angeschafft wurde. Mit diesem sollen die Polizisten bei Suchaktionen Gegenstände unter Wasser orten können. Seit die deutsch-französische Wasserschutzpolizei Kehl sich 2012 im Kehler Hafen ansiedelte, wird das Gerät dort eingesetzt. Seither war es insgesamt 1527 Stunden im Einsatz. Dabei orteten die deutschen und französischen Wasserschutzpolizisten im Zuständigkeitsbereich insgesamt 28 Leichen, 1300 Fahrzeugwracks (Pkw und Lkw), 352 Schiffswracks, neun Tresore sowie 1600 weitere Objekte wie Weltkriegsbomben oder auch Fahrräder.

In den vergangenen Jahren wurde das Sonar I jedoch immer reparaturanfälliger, zudem ist die Technik nicht mehr zeitgemäß. 2017 wurde daher auf Initiative der Gendarmerie Nationale die deutsch-französische Finanzierung eines neuen Sonargeräts beschlossen. Dieses kostet insgesamt 210000 Euro (140000 Euro für das Gerät plus die Kosten für die Ausbildung der Polizisten und für den Wartungsvertrag). 60 Prozent der Kosten werden aus dem Programm InterregIII übernommen. Die Polizei Baden-Württemberg zahlt 30000 Euro.

Das Sonar II kann bis zu einer Tiefe von 80 Metern eingesetzt werden. Die Technik ist in einem sogenannten "Sonar-Fisch" eingebaut. Dieser wird unter Wasser hinter einem Polizeiboot hergezogen. Dabei kann ein 50 Meter breiter Sektor am Gewässergrund abgesucht werden. Die Daten werden an einen PC an Bord des Polizeiboots gesendet. Der Sonarauswerter kann "Echos" in einer Karte mit GPS-Koordinaten versehen. Taucher können sich dann später die Objekte genauer ansehen.

Bislang sind neun deutsche Polizeibeamte und zehn französische Gendarmen als Bedienpersonal für das Sonargerät ausgebildet werden, das gleichmäßig über die drei Standorte der Wasseschutzpolizeistation in Kehl, Gambsheim und Vogelgrun verteilt wird. Die Einsätze mit dem neuen Sonargerät sollen grundsätzlich gemeinsam erfolgen. Die deutsch-französische Wasserschutzpolizeistation ist organisatorisch auf baden-württembergischer Seite der Polizeidirektion in Offenburg und auf französischer Seite zur Gendarmerie der Region Elsass in Straßburg angeschlossen. An den drei Standorten in Kehl, wo auch die gemeinsame Leitung sitzt, und in den elsässischen Gemeinden Vogelgrun und Gambsheim arbeiten derzeit insgesamt 28 baden-württembergische und 28 französische Bedienstete.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Bühl
Schräge und bunte Vögel

01.06.2018
Blues-Festival in Eisental
Bühl (red) - "Blues bei die Affen" ist ein neues Open-Air-Festival, das der Schütte-Keller-Verein mit sechs Bluesbands auf dem Gelände der Affentaler Winzer am 7. und 8. Juli ausrichtet. Mit von der Partie sind Dr. Will and the Wizzards (Foto: Mikyna), der Top-Act des ersten Festivaltags. »-Mehr
Mannheim
Mannheim gestaltet das Museum der Zukunft

01.06.2018
Mannheimer Kunsthalle öffnet
Mannheim (cl) - Herzstück im Lichtatrium der neuen Mannheimer Kunsthalle ist die digitale "Collection Wall", auf der Direktorin Lorenz zeigt, wie Besucher per Touchscreen Zugang zur Kunstsammlung haben. Vom 1. bis 3. Juni hat das Publikum freien Eintritt ins Museum (Foto: Viering). »-Mehr
München
Schlagerstar Jürgen Marcus gestorben

29.05.2018
Jürgen Marcus gestorben
München (dpa) - Schlagersänger Jürgen Marcus ("Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben") ist tot. Er starb Mitte Mai im Alter von 69 Jahren in München. Der Sänger und Schauspieler hat den Kampf gegen die chronische Lungenkrankheit COPD verloren (Foto: dpa). »-Mehr
Stuttgart
Missverständnis um Ankerzentren

29.05.2018
Verwirrung um Ankerzentren
Stuttgart (red) - Baden-Württemberg setzt laut Innenminister Thomas Strobl (CDU) die vom Bundesinnenmin ister geforderten Ankerzentren bereits um. Mit dieser Aussage verwirrte er gestern, denn im Land gibt es ein Registrierungs-, kein Rückführungszentrum (Foto: dpa). »-Mehr
Lichtenau
--mediatextglobal-- ´Das Rathaus ist für mich ein Ort, an dem man Rat suchen kann´: Inge Kurz hat morgen ihren letzten offiziellen Arbeitstag. Foto: Siebnich

29.05.2018
Hauptamtsleiterin geht in Ruhestand
Lichtenau (sie) - "Ich habe die Entscheidung nicht bereut", sagte Inge Kurz (Foto: sie) über den Entschluss, eine Laufbahn bei der öffentlichen Verwaltung einzugschlagen. Diese begann 1973 in Sasbach, seit 2006 war sie Hauptamtsleiterin in Lichtenau. Jetzt geht sie in den Ruhestand. »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Zum Tag der Verkehrssicherheit finden aktuell Verkehrskontrollen statt. Es soll vor allem auf die Gefahren von Ablenkung am Steuer durch Handys aufmerksam gemacht werden. Finden Sie das gut?

Ja, mehr davon!
Ja,
Nein.


Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1