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A-5-Baustelle erfordert wieder Geduld und Vorsicht
Ab durch die Mitte: Die Verkehrsexperten nennen diese Fahrstreifen-Variante 'Vier plus Null'. Foto: Langer/Archiv
06.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Volker Neuwald

Karlsruhe - Die Geduld der Autofahrer wird ein weiteres Mal auf eine harte Probe gestellt. Am Montag, 11. Juni, beginnen die Arbeiten zur Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen den Autobahn-Anschlussstellen Karlsruhe-Ettlingen und Rastatt-Nord in Fahrtrichtung Süden. Jürgen Genthner vom Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe informierte gestern die Presse, was auf die Region zukommt - und welche Rückschlüsse die Verantwortlichen aus der Großbaustelle des vergangenen Jahres gezogen haben.

Wo genau ist die Baustelle?

Auf einer Länge von zehn Kilometern erneuert der Bund für rund 22 Millionen Euro die Fahrbahndecke. Die Baustelle beginnt knapp nördlich der Anschlussstelle Karlsruhe-Süd und endet etwa in Höhe von Malsch. Im vergangenen Jahr wurde exakt der gleiche Abschnitt der Fahrbahn in Richtung Norden saniert.

Wie wird die Baustelle vorbereitet?

Gestern wurde damit begonnen, die mobile Stauwarnanlage aufzustellen. Ab 11. Juni folgen die vorbereitenden Maßnahmen für die spätere Verkehrsführung (Nothaltebuchten, Gelbmarkierungen, mobile Schutzwand, Umleitungsausschilderung und einiges mehr). Diese Arbeiten dauern rund zwei Wochen. Voraussichtlich am 25. Juni starten dann die eigentlichen Bauarbeiten.

Wie ist der Verkehr in der Baustelle organisiert?

Die Fahrbahn Richtung Süden wird voll gesperrt. Der Verkehr wird auf der 2017 erneuerten Nordbahn abgewickelt. Dort stehen in beiden Richtungen je zwei in der Breite nur geringfügig eingeschränkte Fahrstreifen zur Verfügung (3,50 Meter auf dem Lkw-Streifen, 2,50 Meter auf dem Pkw-Streifen). Im gesamten Baustellenbereich gilt Tempo 80.

Welche Ausweichmöglichkeiten gibt es?

Im Wesentlichen nur die Bundesstraßen 3 und 36. Die Erfahrungen von 2017 erlauben es, neuralgische Punkte zu optimieren. So werden die Grünphasen an der großen Kreuzung B462/B36/L77a bei Rastatt verlängert, wodurch der Verkehr auf der B36 Vorrang hat. Gleiches gilt für die Kreuzung Neumalsch zwischen B3 und L608. Dort soll auch das Abbiegen in die Tankstelle nur noch aus Fahrtrichtung Nordost erlaubt sein, um Staus an der Ampel zu vermeiden.

Wird auf den Ausweichrouten auch gebaut?

Das verneinen die Verantwortlichen. Allerdings wird sich die Autobahn-Baustelle zwischen Baden-Baden und Bühl (unter Federführung des privaten Betreibers Via Solutions) bis in den Juli hineinziehen. Und im August beginnt die Sanierung der Rheinbrücke bei Karlsruhe-Maxau, was den Verkehrsfluss zusätzlich erheblich hemmen wird.

Wie werden die Lkw-Fahrer gewarnt?

Nach Angaben der Verkehrs- und Bauexperten entstehen die größten Gefahren, wenn Lkw-Fahrer ein Stauende vor dem Beginn der Baustelle zu spät erkennen. 2017 kam es mehrfach zu schweren Unfällen, auch Tote waren zu beklagen. Dem soll mit mobilen Stauwarnanlagen entgegengewirkt werden. Die erste steht acht Kilometer vor dem Baustellenbeginn.

Warum dauern die Arbeiten so lange?

Es werden Betonplatten eingebaut (143000 Quadratmeter). Diese müssen zwei bis drei Wochen aushärten, halten aber nach Angaben Genthners rund 25 Jahre, was angesichts von 90000 Fahrzeugen am Tag mit hohem Schwerlaster-Anteil allen anderen Lösungen vorzuziehen ist. Wenn es keine witterungsbedingten Verzögerungen gibt (zum Beispiel ein früher Wintereinbruch), dann sollen die Arbeiten bis Mitte November abgeschlossen sein.

Was passiert mit der Anschlussstelle Karlsruhe-Süd?

Sie ist während der Bauzeit in Fahrtrichtung Rastatt komplett gesperrt. Diesen für Pendler und Anliegerkommunen harten Einschnitt begründen die Experten wie folgt: Die Auffahrt liegt laut Genthner mitten im Baufeld und würde eine Überfahrt des Mittelstreifens erfordern. Einrichten und Abbauen dieses Provisoriums würde die Bauzeit um bis zu einen Monat verlängern. Zudem würden die Autofahrer durch "diffuse Querungsverhältnisse" (Genthner) verunsichert - was die Unfallgefahr erhöhen würde.

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