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Energie wird nachhaltig eingesetzt und verwendet
Das Energie-Team des Helmholtz-Gymnasiums, Sebastian Nordt (von links), Benjamin Borell und Roman Amblank präsentieren mit Lehrer Thomas Knecht ihr E-Auto. Foto: Kröner
20.06.2018 - 00:00 Uhr
Karlsruhe (mme) - Wenn Roman Amblank beim Karlsruher Helmholtz-Gymnasium vorfährt und die Scherentür des Renault Twizy öffnet, sieht das für den neutralen Beobachter zunächst spektakulär aus. Auch von den Mitschülern auf dem Pausenhof wird der Abiturient zwar beäugt, ihre Begeisterung hält sich aber in Grenzen. Grund dafür: Das E-Mobil gehört seit 2014 zum Inventar der Schule und ist dabei ein Teil des Klimaschutzprojekts des Gymnasiums am Mühlburger Tor. Zuletzt heimste die Einrichtung für ihr Projekt einen landesweiten vom Bundesumweltministerium ausgeschriebenen Preis ein.

"Wir wollen innerhalb der Schule Energie sparen, umweltbewusster leben und ein Umdenken bei unseren Mitschülern, Lehrern und Eltern fördern", erklärt Amblank, der zum aktuell vierköpfigen Energiesparteam des Helmholtz-Gymnasiums gehört. Mit seinen Mitstreitern Benjamin Borell, Sebastian Nordt und Aaron Alef sowie dem Koordinator des Teams, Lehrer Thomas Knecht reiste er am vergangenen Wochenende nach Berlin. Dort erhielten sie im Bundesumweltministerium den Energiesparmeisterpreis Baden-Württemberg. Im bundesweiten Vergleich belegten die Karlsruher einen Mittelfeldplatz.

Verleihsystem für Elektrofahrzeuge

Bereits seit 2012 werden am Gymnasium in der Fächerstadt Ideen mit dem Ziel umgesetzt, Energie nachhaltig einzusetzen und zu verwenden. Schwerpunkte liegen dabei vor allem im Bereich der Stromversorgung, der Mobilität und Verhaltensänderungen.

Neben der Errichtung eines Energie-Teams und jeweils zwei Energiementoren pro Klasse, wurde zudem in den vergangenen Jahren ein Verleihsystem eines E-Autos und zweier E-Fahrräder an der Schule installiert.

Realisiert haben Schüler des Gymnasiums mit einem Windkraftteam den Aufbau einer Klima-Messstation, Wärmebildanalysen von Wohnhäusern mit einer Infrarotkamera sowie den Bau einer Solaranlage auf einem Teil des Schulgebäudes. Auch die Umstellung auf Recyclingpapier ist Bestandteil des Projekts.

"Ehrlicherweise müssen wir sagen, dass die Projekte in den vergangenen beiden Jahren ein wenig eingeschlafen sind. Mit dem Preis sind wir jetzt aber voller Tatendrang", erklärt Knecht.

Gerade deshalb machten sich die vier Jungs die Arbeit und bereiteten die Projekte der Vergangenheit neu auf. Rund 20 Schüler brachten sich seit Beginn des Klimaschutzprojekts 2012 direkt mit ein. "Viele von ihnen sind den Weg nach dem Abitur weitergegangen und studieren heute etwas im Bereich der Naturwissenschaft oder Technik", erzählt Knecht.

So auch Amblank, der nach dem Schulabschluss Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) studieren will.

"Das Projekt ist ein unheimlicher Mehrwert für alle Beteiligte. Unsere Schüler sammeln unheimlich viele Erfahrungen im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich, die Schule spart zudem Energie und damit Geld", schildert Knecht.

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