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Große Überraschung auf der Heimreise
Start in den Urlaub oder Beginn einer Odyssee: Nicht immer reibungslos geht es beim Transport mit dem Urlaubsflieger zu. Foto: dpa
12.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Marius Merkel

Rheinmünster - Strand, Meer und Sonnenschein - eine gute Gelegenheit, sich vom Alltagsstress zu erholen. 15 Stunden nach der geplanten Ankunft zuhause anzukommen, kann diese Regeneration allerdings in Kürze wieder zunichte machen. Bianca Hädelt aus Bühl kann ein Lied davon singen. Nach einem Griechenland-Aufenthalt musste sie eine Odyssee auf sich nehmen mit unvorhergesehenem Abstecher nach Amsterdam und Düsseldorf.

Beim Reiseveranstalter Tuifly buchte Hädelt für sich und ihren Freund Flüge vom Baden-Airport nach Heraklion und die gleiche Strecke wieder zurück. Nachdem bereits der Hinflug zwei Stunden Verspätung hatte, erlebte sie auf der Rückreise eine "große Überraschung". "Geplant war, um 21.30 Uhr am Baden-Airport zu landen. Angekommen in unserer Wohnung in Bühl sind wir allerdings erst am nächsten Tag gegen 12.30 Uhr", erzählt Hädelt.

Was war vorgefallen? Im Flugzeug auf dem Rollfeld in Heraklion - da hatte der Flug bereits zwei Stunden Verspätung - erfuhren die Passagiere ihr Ankunftsziel. Es lautete nicht Baden-Baden, sondern Amsterdam.

"Es ist ganz schlecht gelaufen", gibt Tuifly-Pressesprecher Aage Dünhaupt zu. Da eine niederländische Fluggesellschaft beauftragt wurde den Flug zu übernehmen, war das neue Ziel die niederländische Hauptstadt. Aktuell fehle Tuifly aufgrund von Wartungsarbeiten ein Flugzeug in der Flotte. Deshalb komme es beim Flugprogramm am Baden-Airport momentan zu großen und sehr kurzfristigen Schwankungen, die Verspätungen und Umleitungen nach sich ziehen. Die gebuchten Flüge bei Tuifly müssen durch andere Gesellschaften und Anbieter abgedeckt werden.

Nach der Ankunft in Amsterdam wartete auf die Passagiere die nächste Überraschung. Ein Busunternehmen sollten sie von Amsterdam nach Köln bringen, um von dort die Heimreise anzutreten. Auf einen Bus warteten die Urlauber zunächst vergeblich. Fünf Stunden nach Ankunft in Amsterdam ging die Reise für Hädelt letztendlich weiter.

"Ein niederländischer Flughafendienstleister hat von uns einen Auftrag bekommen, ein Busunternehmen zu organisieren. Es gab Zu- dann aber auch wieder Absagen. Es war äußerst schwierig ein Unternehmen zu finden", erklärt der Pressesprecher. Mit Bus und Bahn über Düsseldorf erreichte Hädelt die Zwetschgenstadt. "Die Erholung war dahin." Dem Ferienflieger schrieb sie bereits eine Beschwerde und forderte eine angemessene Entschädigung, so wie es momentan im Übrigen viele Passagiere des Ferienfliegers machen.

"Oft erreichen die Beschwerden aber auch uns", sagt Elke Fleig, Pressesprecherin des Baden-Airports. "Wir als Flughafen können diesen Umständen leider nicht entgegenwirken, sondern nur versuchen, unseren Fluggästen in dieser Situation bestmöglich zu helfen." Oftmals erhalte der Flughafen von der Airline nicht mehr Informationen als die Passagiere, so dass empfohlen wird, sich direkt bei der Airline nach dem aktuellen Stand des Fluges zu erkundigen, heißt es in einer Mitteilung des Baden-Airports.

Um Verspätungen zu vermeiden, soll demnächst eine portugiesische Fluggesellschaft die Flüge des Ferienfliegers übernehmen, erklärt Dünhaupt - dann ohne Verspätungen oder Umleitungen. Hädelts Kosten für die Bahnreise wird Tuifly im Übrigen übernehmen. "Darüber hinaus prüfen wir, was wir sonst noch machen können", so Dünhaupt.

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