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Verknüpfung von Lebensräumen
Verknüpfung von Lebensräumen
16.07.2018 - 00:00 Uhr
Karlsruhe (sj) - Als ein probates Mittel, das anhaltende Artensterben aufzuhalten und oftmals einzigartige Kulturlandschaften zu bewahren, gilt ein wirksamer Biotopverbund. Der 2015 erstellte Biotop-Fachplan auf Landesebene hat einen solchen Verbund von Lebensräumen zum Ziel - an ihm müssen sich auch die Kommunen orientieren und Belange der biologischen Vielfalt berücksichtigen. Probleme bei der Umsetzung in der Praxis diskutierten jetzt Parlamentarier der Grünen in Karlsruhe am Beispiel Oberrheingraben.

Umwelt-Staatssekretär André Baumann hält es für eine wichtige Aufgabe, "die biologische Vielfalt auf allen Ebenen zu erhalten", wie er am Samstag in Karlsruhe sagte. Der studierte Biologe und Ex-NABU-Landeschef spricht bei Biotopen bewusst von "einem Lebensraumverbund" und hält den Austausch zwischen Teillebensräumen und die Verknüpfung einzelner Lebensräume für besonders wichtig. Mit der Novellierung des Landesnaturschutzgesetzes gelte, dass mindestens zehn Prozent der Landesfläche als Biotope zu erhalten seien.

Auf Einladung der Grünen-Landtagsabgeordneten Bettina Lisbach und des Fraktionssprechers im Regionalverband, Manuel Hummel aus Rastatt, hatte zuvor eine Gruppe von rund 20 Teilnehmern bei einer Exkursion an den Rhein bei Karlsruhe-Maxau und zum südlich gelegenen Rheinhafen die praktischen Probleme des Biotopverbunds am Beispiel des Knielinger Sees und der dort benachbarten Streuobst- und Mähwiesen erkundet. Vor Ort konnten die Teilnehmer verschiedene Biotoptypen - die von feuchten Lebensräumen bis zu Trockenbiotopen reichen - und das Spannungsfeld zwischen Erholungsfunktion und Naturschutz erkunden.

Der Direktor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein, Gerd Hager, verdeutlichte im Anschluss an die Exkursion die Bedeutung des derzeit in Fortschreibung befindlichen Landschaftsrahmenplans der Region - als Fachplan für Fragen der Natur- und Landschaft. Hager nannte beispielhaft den Erhalt und die Weiterentwicklung bestehender Hohlwege, etwa im Kraichgauer Hügelland oder östlich von Gaggenau als eines der Ziele. Auch befasse man sich intensiv mit dem Erhalt von Streuobstgebieten östlich von Rastatt und nahe Bühl. Am Beispiel der B3 bei Malsch, Sinzheim oder Bühl verdeutlichte er die Trennwirkung einer Bundesstraße.

Am 25. Juli soll besagter Plan, der nach 15 Jahren auf den neuen Stand gebracht wird, in das Anhörungsverfahren ("Offenlage") gehen. Rund zwei Jahre habe sein Team an dem Planwerk gearbeitet, sagte Hager. Der erneuerte Landschaftsrahmenplan setzt die Vorgaben für 33 Flächennutzungspläne der Region.

Hager verwies aber zugleich auf die Problematik des voranschreitenden Flächenverbrauchs. "Der Siedlungsdruck bleibt ein Spannungsfeld", sagte er.

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