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Eine Liebeserklärung an die Heimat
Die Heimat präsentieren: Marco und Katrin Ruppert sind bei den Dreharbeiten zu ihrem Film 'Wildwestwegs' auch abseits des Wegs zugange. Foto: ruppertfilm.de
11.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Marius Merkel

Ettlingen - Der Westweg - das ist eine 285 Kilometer lange Strecke, die sich von Pforzheim nach Basel durch den Nord- und den Südschwarzwald zieht. Ein Fernwanderweg, auf dem es unzählige Blickfänge gibt: Pflanzen und Tiere, aber auch Gesteinsformationen. Um diese Hingucker zu präsentieren, sind in den kommenden drei bis vier Jahren der Ettlinger Marco Ruppert und seine Frau Katrin unterwegs. "Wildwestwegs" wird der Titel der Naturdokumentation der beiden Hobbyfilmer heißen.

Marco Ruppert ist hauptberuflich Grafikdesigner in einem Softwareunternehmen: Katrin Ruppert Sekretärin in einem Ingenieurbüro. Zusammen sind die beiden ein kleines Produktionsteam. Begonnen hat alles mit der Fotografie. Nach kleinen Filmsequenzen fingen sie an, eine Reisereportage zu produzieren, die die Rupperts Freunden auf einer Leinwand präsentierten.

Sie wollten mehr, so folgte die erste größere Produktion. "Unsere Alb" zog in den vergangenen Monaten rund 10000 Zuschauer in die Kinos. In Ettlingen, Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart, Bad Herrenalb, Gernsbach und Baden-Baden zeigten Kinos den Film. Es entwickelte sich eine Erfolgsstory: "Gerne hätten wir mit der Produktion von ,Wildwestwegs' schon früher angefangen. Aber ,Unsere Alb' machte uns praktisch einen Strich durch die Rechnung und übertraf unsere Vorstellungen und Erwartungen", sagt Marco Ruppert.

Durch "Unsere Alb" und "Wildwestwegs" will das Ehepaar die Besonderheiten ihrer Heimat dokumentieren. Seit knapp zwölf Jahren leben sie in Ettlingen. Katrin Ruppert stammt aus Herne, ihr Mann aus Würzburg. Ihre Herkunft könne sich als wichtiger Faktor für ihre Filme herausstellen, erklärt Katrin Ruppert. "Wir schauen vielleicht noch genauer hin. Die Menschen, die hier aus der Gegend kommen, kennen das meiste. Wir wollen das Neue erst noch kennenlernen."

In verschiedenen Abschnitten, über acht Jahre hinweg, wanderten die Hobbyfilmer im Vorfeld der aktuellen Dreharbeiten zusammen mit Freunden auf dem Westweg und haben sich gut umgeschaut. Sie wissen, worüber sie berichten. Für die Produktion holen sie sich aber trotzdem Hilfe ins Boot: Einen Erzähler, jemanden, der Flugaufnahmen macht, einen wissenschaftlichen Berater und auch einen Komponisten, der Musik extra für den Film komponiert. Kamera, Schnitt, Regie und Drehbuch gibt Marco Ruppert jedoch nicht aus der Hand. Allerhöchstens seine Frau darf ihm dabei helfen. Sie ist seine Produktionsassistentin.

So wird ein Wochenendausflug beziehungsweise die gemeinsame Freizeit der Ettlinger in den nächsten Monaten und Jahren stets im Schwarzwald stattfinden. "Die Dokumentation soll eine Entdeckungsreise an die seltenen Plätze der Kulturlandschaft werden, in denen sich die Natur entfalten kann und etwas wild sein darf", erklärt Marco Ruppert. "Neben dem Offensichtlichen schauen wir uns auch die kleinen unscheinbaren Naturräume links und rechts des Weges an."

Wichtig ist den Rupperts, dass sie eine Geschichte erzählen. Einen roten Faden soll es geben im neuen Film, zudem aber jederzeit auch Nebenschauplätze: Geschichten aus der Natur- und Kulturlandschaft des Schwarzwalds. Ein Blick auf die "neue Heimat".

Bis die letzte Filmklappe fällt, wartet aber noch jede Menge Arbeit auf die kleine Produktionsfirma und viele Kilometer müssen auf dem Westweg im Schwarzwald zurückgelegt werden.

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