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Artensterben nicht zu stoppen
13.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Brigitte J. Henkel-Waidhofer

Stuttgart - Die Grünen haben mit dem Machtwechsel 2011 den Schutz der Natur zum landespolitischen Schwerpunkt erklärt. Das hat weitreichende Auswirkungen gerade auf die baden-württembergische Landwirtschaft. Agarminister Peter Hauk (CDU) zieht - grundsätzlich und unabhängig von den Auswirkungen des Hitzesommers - kurz vor der Mitte der Legislaturperiode eine positive Zwischenbilanz in vielen Bereichen. Mit einer zentralen Ausnahme: Das Artensterben ist weiterhin nicht zu stoppen.

Rund 50000 unterschiedlichste Tier- und Pflanzenarten sind in Baden-Württemberg beheimatet. Nicht weniger als 40 Prozent gelten als gefährdet. "Der Flächenverbrauch, die Versiegelung der Landschaft, aber auch die land- und forstwirtschaftliche Nutzung haben dazu beigetragen, dass die Zahl seit Jahren zurückgeht", so Hauk in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion. Dabei wurden in den vergangenen sieben Jahren, seit die Grünen die Landesregierung führen, die Mittel für "Naturschutz und Landschaftspflege" von 30 Millionen Euro zu Zeiten der CDU/FDP-Regierung auf inzwischen 75 Millionen erhöht. Ende des Jahrzehnts werden es 90 Millionen sein.

Hauk, der von 2005 bis 2010 schon einmal Minister für den ländlichen Raum war, räumt "Defizite" aus der Vergangenheit ein, die verringert worden seien. Zum Beispiel dank der personellen Stärkung der Naturschutzverwaltung.

Noch einmal vor Augen geführt, wie "zwingend erforderlich ein sofortiges, zielgerichtetes und ressortübergreifendes Handeln ist", habe der Landesregierung das Insektensterben. Aufgelegt wurde deshalb ein Sonderprogramm, um "dem Verlust der Biodiversität entgegenzuwirken", schreibt Hauk und hebt besonders hervor, dass auf rund 350000 Hektar und damit fast einem Viertel der landwirtschaftlichen Fläche in Baden-Württemberg der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert oder gänzlich unterlassen wird.

Für Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bilden der Naturschutz, die Landwirtschaft und der Tourismus ein Dreieck mit "großer Bedeutung für die Wirtschaftskraft des Landes". Hauk nennt außerdem den "aktuellen Trend, dass immer mehr Verbraucher wissen wollen, wo und unter welchen Bedingungen ihre Lebensmittel erzeugt werden". Die Nachfrage und das Angebot an regionalen Lebensmitteln steigen dementsprechend in allen Bereichen des Lebensmittelsektors.

2017 wurde neben der mehr als 20 Jahre alten Dachmarke "Schmeck den Süden" die Regionalkampagne "Natürlich. Von Daheim" entwickelt. Die unterstreicht, dass, wie es heißt "mehr Wert, mehr Genuss und mehr Arbeit in der Produktion und Verarbeitung regionaler Lebensmittel steckt".

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