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Weichenstellungen für das Drehkreuz
31.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Langer

Karlsruhe - Karlsruhe entwickelt sich immer mehr zu einem Drehkreuz im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz. Die Zahl der schnellen Verbindungen zu wichtigen Zentren wächst kontinuierlich. Doch es gibt noch immer einige Bremsklötze beim Ausbau des Schienennetzes. Am 10. September werden Vertreter aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz gemeinsam mit Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in der Fächerstadt über Lösungsansätze sprechen. Im Fokus werden dabei nicht nur internationale Ferntrassen, sondern auch für den Regionalverkehr wichtige Angebote - etwa im Elsass - stehen.

Im Vorfeld dieses Runden Tisches haben sich Oberbürgermeister Frank Mentrup für die Stadt und Landrat Christoph Schnaudigel für den Kreis mit den aktuellen Sachständen beschäftigt. Dabei haben sie festgestellt, dass in diesem Herbst sowie im kommenden Jahr zahlreiche wichtige Weichenstellungen für den weiteren Ausbau des Drehkreuzes zu erwarten sind. Darüber informierten sie gestern in Rahmen einer Pressekonferenz.

Einen wichtigen Schritt weiter ist man laut Mentrup bei der geplanten Reaktivierung der Schienenverbindung Rastatt-Hagenau. So habe die Europäische Kommission rund 400 nicht vorhandene oder genutzte Verbindungen in Grenzräumen untersucht. Die einst über Wintersdorf führende Trasse wurde dabei als eine von europaweit 15 "Missing Links" eingestuft. Das bedeutet, dass die Verbindung als im Angebot fehlend, zugleich aber auch mit einem hohen Potenzial eingestuft wurde. Im kommenden Jahr soll eine Machbarkeitsstudie vergeben werden. Mit der Einstufung ist auch die Chance gestiegen, für eine tatsächliche Reaktivierung Fördergelder der EU zu erhalten.

Die Verbindung ist laut Mentrup nicht nur für den Regionalverkehr von Bedeutung, sondern auch für das Bahnangebot zwischen Karlsruhe und Saarbrücken. Optimistisch sind Oberbürgermeister und Landrat auch in Sachen Fortbestand der Bahnlinien im Elsass. Diese waren im vergangenen Jahr in einer Studie als wenig rentabel eingestuft worden, es drohte die Stilllegung. Die ist zwar noch nicht ganz vom Tisch, inzwischen spreche man in deutsch-französischen Konsultationen aber auch über Möglichkeiten, diese zu elektrifizieren und auch anderweitig attraktiver zu machen.

Die Sperrung der Rheintalbahn nach der Tunnelhavarie in Niederbühl habe die Notwendigkeit gezeigt, intensiv über einen Verbund von Trassen in Baden und im Elsass nachzudenken, so Mentrup. Er hoffe, dass dieses Anliegen politisch nicht durch das laufende Schlichtungsverfahren zur Havarie in den Hintergrund gedrängt werde.

Noch im Herbst erwartet man eine Entscheidung über den Ausbau der Strecke zwischen Kehl und Appenweier. Das Nadelöhr an der Schnittstelle der beiden europäischen Schienenkorridore Rhein-Donau (Straßburg bis zum Schwarzen Meer) sowie Rhein-Alpen (Rotterdam bis Genua) führt zu erheblichen Problemen, ist aber im Verkehrswegeplan 2030 aktuell als de facto chancenlos eingestuft. Das wird gerade überprüft.

Wichtige Erkenntnisse erwartet man auch von der für den Herbst angekündigten "Knotenstudie Mannheim", in der es um Aus- oder Neubautrassen zwischen Karlsruhe und Mannheim geht. Die Studie soll zwar noch keine möglichen Trassenverläufe benennen, dafür aber die Entwicklung des Bahnverkehrs auch im Großraum Karlsruhe prognostizieren. Mentrup und Schnaudigel mahnen dazu, bei den Planungen zum Ausbau des Schienennetzes nicht nur an neue Trassen, sondern auch an den Ausbau des Lärmschutzes an bestehenden Strecken zu denken.

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