http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Forst-Reform: Alle Beteiligten eingebunden
07.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Brigitte J. Henkel-Waidhofer

Stuttgart - Im jüngsten Geschäftsbericht des Landesbetriebs Forst Baden-Württemberg nennt Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) die Forstneuorganisation das "dominierende Thema im vergangenen Jahr". Daran wird sich auch 2018 nichts ändern, denn die Kritik an den von Hauk hervorgehobenen Eckpunkten reißt nicht ab. Inzwischen kursieren sogar anonyme Briefe, weil die Absender, "Forstrevierleiter vom gehobenen Forstdienst", Konsequenzen fürchten.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist ein Adressat der Schreiben. "Es ist sicherlich nicht unsere Art vom gehobenen Forstdienst - Förster draußen im Revier -, ein Schreiben anonym zu verschicken, aber in der jetzigen Situation würde alles andere einem beruflichen Selbstmord gleichen," heißt es in einem der Briefe. Kritisiert wird Hauk wegen einer - aus der Sicht der Verfasser - Aufblähung des höheren Diensts. Dieser werde "wie bei jeder Reform selbst organisiert auf Kosten des Landes, der Gemeinden, der Bürger und des gehobenen Forstdienstes".

Im zuständigen Ministerium reagieren die Verantwortlichen eher ratlos auf die Vorwürfe. Es sei gar nicht klar, so der stellvertretende Pressesprecher Jürgen Wippel, was die oder der Verfasser der Schreiben eigentlich wollten. Außerdem würden über 50 Beschäftigte allein aus dem gehobenen Dienst an den Beratungen in den Arbeitsgruppen beteiligt. "Wir gewährleisten eine größtmögliche Einbindung aller Beteiligten", sagt Wippel, der selber aus der Forstverwaltung kommt.

Allgemein bekannt sind bisher nur die Eckpunkte der Reform, wonach "die forsthoheitlichen Aufgaben einschließlich der Forstaufsicht in allen Waldbesitzarten, die Förderung sowie die Beratung des Kommunal- und Privatwaldes im dreistufigen Verwaltungsaufbau des Landes bleiben" sollen. Vor allem ist geplant, die Bewirtschaftung des Staatswaldes vollständig einer neu zu gründenden, rechtsfähigen Anstalt öffentlichen Rechts zu übertragen. Auch für andere Waldbesitzarten soll sie beispielgebend sein. Noch vor der Sommerpause hatten das Land und die Kommunalen Spitzenverbände eine Einigung zum weiteren Vorgehen erzielt. Der Minister lobte sie als tragfähigen Weg, um den Belangen der rund 260000 Waldbesitzer im Land Rechnung zu tragen.

An der erfolgreichen Arbeit des bisherigen Landesbetriebs hat Hauk ohnehin keinen Zweifel. Unter anderem greift er die Probleme des Vorjahres heraus, als sich der Holzmarkt durch Borkenkäferbefall und "weitere Kalamitäten im süddeutschen Raum als tendenziell wechselhaft" erwiesen habe. Durch temporäre und örtliche Einschlagstopps im Staatswald habe er aber stabilisiert und im Holzverkauf ein Betrag von 132 Millionen Euro eingenommen werden können. Das Land verwende sie für "wichtige gesellschaftliche Leistungen des Gemeinwohls und der Daseinsvorsorge im Wald".

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Rastatt
--mediatextglobal-- Kinder erforschen mit großer Neugier die Kräuter im Garten der Kindertageseinrichtung Rheinau-Nord.  Foto: Stadt Rastatt

05.09.2018
Nachhaltigkeit in Kita lernen
Rastatt (red) - Die Kindertagesstätte Rheinau-Nord nimmt am Projekt "Abenteuer, Natur und Kultur" teil, das zum Landesprogramm "Nachhaltigkeit lernen" gehört. Die Kinder lernen dabei unter anderem, selbst Brot zu backen und im Garten Kräuter anzupflanzen (Foto: Stadt Rastatt). »-Mehr
Bühl
Top-Gefährder im Stadtwald

01.09.2018
Borkenkäferplage im Stadtwald
Bühl (gero) - Eine Invasion sucht derzeit den Bühler Bergwald heim. Es sind Top-Gefährder. Es handelt sich dabei nicht um Einzeltäter, sondern sie treiben ihr Unwesen in millionenfacher Mannschaftsstärke. Der Borkenkäfer wütet derzeit im Bühler Forst (Foto: Hammes). »-Mehr
Stuttgart
--mediatextglobal-- Ausgetrocknet: Ein Schlauch zur Bewässerung liegt auf einem Feld bereit. Foto: dpa

13.08.2018
Dürreschäden im Südwesten
Stuttgart (dpa) - Die grün-schwarze Landesregierung will nach der andauernden Dürre Bauern im Südwesten schnell und nachhaltig helfen und fordert vom Bund Entgegenkommen. Es gibt wegen der Trockenheit teils große Schäden, Ernteeinbußen und bedrohte Existenzen (Foto: dpa). »-Mehr
Baden-Baden
--mediatextglobal-- An manchen Stellen in der Oos - wie hier in Höhe des Hindenburgplatzes - sammelt eine Rinne das Wasser. Das kann für Fische hilfreich sein.  Foto: Zeindler-Efler

10.08.2018
Ziel: Hilfe für Fische in Bächen
Baden-Baden (cri) - Die anhaltende Trockenheit setzt Menschen, Pflanzen und Tieren, insbesondere aber den Fischen (Foto: zei) zu. Nach der Sommerpause soll es bei der Stadtverwaltung einen internen Arbeitskreis geben, der sich mit Hilfsmaßnahmen für Fische beschäftigen soll. »-Mehr
Forst
Karlsruher SC verlängert mit Trainer Schwartz bis 2020

25.07.2018
Schwartz bleibt beim KSC bis 2020
Forst (lsw) - Der Karlsruher SC hat den Vertrag mit Trainer Alois Schwartz kurz vor Saisonbeginn bis 30. Juni 2020 verlängert. Der Kontrakt war zunächst bis 2019 befristet gewesen. Als neuen Kapitän bestimmte der KSC-Coach zudem Innenverteidiger David Pisot (Foto: dpa). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

In der Schweiz hatte eine Volksinitiative zur Förderung des Baus von Radwegen Erfolg. Wünschen auch Sie sich mehr gut ausgebaute Radwege in der Region?

Ja, mehr davon!
Nein. Es gibt ausreichend gute Radwege.
Ich fahre kein Rad.


http://www.karlsruhe.ihk.de/handelsregister
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1