http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Notaufnahme oder Hausarzt?
12.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Volker Neuwald

Baden-Baden - Mit einer Auflage von zunächst 100000 Exemplaren bringt das Klinikum Mittelbaden ein neues Merkblatt in Umlauf, das der Bevölkerung den richtigen Weg bei medizinischen Notfällen aufzeigen soll. Ziel der damit verbundenen Informationskampagne ist es, die Belastung der Notaufnahmen zu reduzieren. Zugleich sollen die Leistungen des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes hervorgehoben werden.

Die Zahl der Patienten, die wegen einer Banalität den Notruf wählen oder gleich selber in den Notaufnahmen der Krankenhäuser vorstellig werden, steigt kontinuierlich. "Da hat jemand seit 14 Tagen Rückenschmerzen und entscheidet sich Freitagabend, nach Balg in die Notaufnahme zu gehen", berichtet der Medizinische Geschäftsführer des Klinikums, Professor Norbert Roeder, aus der Praxis. "Es kann sein, dass er dort warten muss, lange warten muss." Denn "echte" Notfälle hätten Vorrang.

Der richtige Weg in diesem Beispiel wäre natürlich der Gang zum Hausarzt gewesen. Treten außerhalb der Praxiszeiten Beschwerden auf, mit denen man nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten kann, ist der ambulante Ärztliche Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzteschaft unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116117 die beste Wahl. "Es geht darum, den Unterschied zwischen einem echten Notfall und Fällen, die weder lebensbedrohlich noch eilig sind, und den entsprechenden Zuständigkeiten einschätzen zu können", wirbt Martin Holzapfel um Vertrauen. Er ist Vertreter der Ärzteschaft in Rastatt. "Über die 116117 kann man auch Kontakt mit dem Fahrdienst des Bereitschaftsdienstes aufnehmen, wenn die Symptome die Fahrt in die Notdienstpraxis nicht zulassen", ergänzt Dr. Patrick Fischer, Vertreter der Baden-Badener Ärzteschaft.

"Die Notaufnahmen unserer Kliniken in Balg und Rastatt gewährleisten eine rasche Erstabklärung und Erstbehandlung von Notfällen", führt Professor Roeder aus. Das sind zum Beispiel starke Atemnot, stark blutende Wunden, Herzbeschwerden, Lähmungserscheinungen oder akute Schmerzen.

Verbesserung der Versorgungsqualität

Wenn nun zum Beispiel eine Murgtälerin ihren Mann in die Notaufnahme des Krankenhauses in Forbach bringt, weil dieser unter Bauchschmerzen leidet, dann werden beide niemals vor verschlossenen Türen stehen. "Die Erstversorgung ist stets gewährleistet, die Notaufnahme ist Tag und Nacht geöffnet", betont Roeder. Allerdings kann es sein, dass je nach Diagnose eine Weiterleitung oder Verlegung nach Balg oder Rastatt erfolgt.

Ab 1. Januar 2019 wird die aktuell noch an knapp 1800 Kliniken stattfindende Notfallversorgung auf rund 1000 bis 1200 Häuser konzentriert. Dies hat der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, das oberste Gremium des selbstverwalteten Gesundheitswesens in Deutschland. "Mit dieser Änderung wird die Notfallversorgung auf Krankenhäuser begrenzt, die durch die vorgehaltenen Fachabteilungen sowie die vorhandenen Geräte und andere Ausstattungen optimal dafür geeignet sind", wirbt Dr. Thomas Iber, Ärztlicher Direktor am Klinikum. "Das ist eine Verbesserung der Versorgungsqualität, keine Verschlechterung."

Die Verantwortlichen setzen auf Aufklärung, damit die Bevölkerung die richtigen regionalen Anlaufstellen bei Notfällen wählt. Das Merkblatt soll auch in Englisch aufgelegt werden - und möglicherweise in Türkisch.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Baden-Baden
In Notfällen nach Balg oder Rastatt

12.10.2018
Notfälle nach Balg oder Rastatt
Baden-Baden (vn/red) - Das Klinikum Mittelbaden stellt die Notfallversorgung in der Region künftig vorrangig mit seinen Standorten in Balg und Rastatt sicher. Die Rettungsdienste werden Notfallpatienten künftig primär dort einliefern. Offiziell soll das ab 1. Januar gelten (Symbolfoto: red). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

In Kanada ist seit kurzem Cannabis als Genussmittel zugelassen. Pro Person darf man 30 Gramm besitzen. Sollte Kiffen auch in Deutschland erlaubt sein?

Ja.
Nein.
Ist mir egal.


http://www.karlsruhe.ihk.de/handelsregister
http://www.caravanlive.de/
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1