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Erholung ist das Ziel Nummer eins
Besonderes Ambiente: Die Caracalla-Therme in Baden-Baden. Der Bereich Gesundheit und Bäderwesen sei eine der 'Kraftquellen' der Stadt, sagt OB Mergen. Foto: av
18.10.2018 - 00:00 Uhr
Baden-Baden (ab) - Erholung, Naturerlebnis und Gesundheit: Das sind die drei Hauptgründe, weshalb Menschen eine Kommune mit dem Prädikat Heilbad oder Kurort besuchen beziehungsweise sich für einen Besuch interessieren. Das hat eine repräsentative Untersuchung des Heilbäderverbands (HBV) Baden-Württemberg ergeben, die gestern in Baden-Baden vorgestellt wurde. Der HBV richtete seinen Verbandstag dieses Jahr in der Kurstadt aus.

Rund 3000 Menschen in Deutschland wurden befragt. Die Mehrheit hatte bereits Kurorte besucht (36 Prozent als Tagesausflug, 18 Prozent als Übernachtungsreise), weitere 16 Prozent konnten es sich vorstellen, während immerhin rund ein Drittel einen entsprechenden Besuch ausschloss. Weitere Erkenntnis: "60 Prozent der Kunden legen Wert auf das Prädikat des Ortes", erläuterte der Präsident des HBV Baden-Württemberg, Fritz Link - sprich: auf die staatliche Zertifizierung.

Und: Die Motive der Reisenden sind altersgruppenübergreifend. So bewegt beispielsweise das Thema Gesundheit stattliche 86 Prozent der Befragten - auch jene, die jünger als 60 Jahre sind. Welche Rolle die Erholung mittlerweile für die Besucher spielt, das veranschaulichte der Geschäftsführer des HBV Baden-Württemberg, Arne Mellert: Ein Fünf-Sterne-Hotelier habe ihm einmal geschildert, wie Gäste sich Luxus vorstellten - nämlich "bis elf Uhr schlafen, bis 14 Uhr Frühstück, dann Entspannung im Garten, und bitte nicht angesprochen werden".

Die Zielgruppenanalyse soll nun genutzt werden, um Marketingmaßnahmen zu verbessern. Freilich ist Baden-Württemberg auch jetzt schon erfolgreich. Von Januar bis August 2018 stiegen die Ankünfte laut HBV in den Heilbädern und Kurorten des Landes um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 2,2 Millionen. Bei den Übernachtungen sei ein Zuwachs von 0,8 Prozent auf 8,6 Millionen verzeichnet worden.

Auch die Zahl der Auslandsgäste stieg: ein Plus von vier Prozent bei den Ankünften und von zwei Prozent bei den Übernachtungen. Die Schweizer stellen hier nach wie vor die deutlich größte Besuchergruppe.

"Baden-Württemberg ist das Bäderland Nummer eins", sagte der Tourismusminister des Landes, Guido Wolf (CDU). Und Baden-Baden wiederum sei "die Perle der baden-württembergischen Bäderlandschaft". Wolf verwies darauf, dass 2017 von den rund 53 Millionen Übernachtungen in Baden-Württemberg etwa 12,3 Millionen auf die höherprädikatisierten Heilbäder und Kurorte entfielen. Er sprach mit Blick auf diese 56 Orte von einem "starken Wirtschaftsfaktor". Das Land fördere über sein Tourismusinfrastrukturprogramm Projekte. Etwa die Hälfte der Mittel aus dem Programm sei in den vergangenen sechs Jahren in die Heilbäder und Kurorte geflossen.

Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen hob hervor, dass der Bereich Gesundheit und Bäderwesen "eine der Kraftquellen" der Stadt sei. Für viele deutsche Gäste, auch junge, sei die "Work-Life-Balance" ein wichtiges Thema. Internationale Gäste interessierten sich besonders für Natur und gesundes Wasser. "Damit kann Baden-Baden unglaublich punkten", betonte Mergen.

Vom Land fließen jährlich drei bis vier Millionen Euro in die entsprechenden landeseigenen Liegenschaften in Baden-Baden, insbesondere in die beiden Staatsbäder Friedrichsbad und Caracalla, die Trinkhalle und das Kurhaus. "Die öffentliche Hand betreibt für den Erhalt einen großen Aufwand", sagte der Geschäftsführer der Bäder- und Kurverwaltung Baden-Württemberg, Steffen Ratzel.

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