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"Alle Vorkehrungen getro ffen"
'Alle Vorkehrungen getro ffen'
22.11.2018 - 00:00 Uhr
Baden-Baden (lsw/fk/tt) - Ende 2016 raste Anis Amri mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz. 2017 soll ein mutmaßlicher Islamist einen ähnlichen Anschlag auf die Eislaufbahn vor dem Karlsruher Schloss geplant haben. Der Mann steht derzeit vor Gericht. Und 2018? "Nach wie vor besteht eine hohe abstrakte Gefährdungsrelevanz, weshalb die Polizei Weihnachtsmärkte und sonstige Veranstaltungen mit Weihnachtsbezug im besonderen Fokus hat", erklärt das Polizeipräsidium Karlsruhe.

Vor dem Karlsruher Schloss gibt es vom 27. November an wieder eine Eislaufbahn. Laut Martin Wacker, Geschäftsführer der Karlsruhe Marketing und Event GmbH, sollen große Behältnisse einen Zufahrtsschutz bieten und dafür sorgen, dass niemand ungehindert auf den Platz fahren kann. Außerdem treffe der Veranstalter "nicht sichtbare" Sicherheitsvorkehrungen.

Auch in Baden-Baden sieht man sich gerüstet. Der Christkindelsmarkt dauert 30 Tage, vom 29. November bis zum 6. Januar. "Wir haben ein umfassendes Sicherheitskonzept", sagt Nora Waggershauser, Chefin der Baden-Badener Kur- und Tourismus-GmbH. Der Markt sei durch seine Lage vor dem Kurhaus und in den Kurhaus-Kolonnaden ohnehin recht gut geschützt. Für zusätzliche Sicherheit sorgen Barrieren, die im Hexenhäuschen-Design gehalten sind und sich somit gut ins Marktbild einfügen. Nochmals aufgestockt hat man das Sicherheitspersonal, und zudem wurde in die Technik und die Vernetzung der Mitarbeiter investiert. "Wir haben alle Vorkehrungen getroffen", sagt Waggershauser.

Auch in Gaggenau (Adventsmarkt vom 30. November bis 16. Dezember) und Bühl (Adventsmarkt vom 30. November bis 20. Dezember) sieht man die Sicherheit gewährleistet, auch wenn die Vorkehrungen naturgemäß einige Nummern kleiner ausfallen als in der Kurstadt. Aus beiden Städten heißt es, die Märkte seien durch ihre Lage vor etwaigen Angriffen mit Fahrzeugen geschützt. Ansonsten gelte: Man sei wachsam.

In Rastatt dauert der Weihnachtsmarkt vom 26. November bis 23. Dezember. Nach Auskunft von Pressesprecherin Heike Dießelberg verzichtet die Barockstadt bewusst auf Barrieren. "Man sieht die aktuelle Situation in der Stadt als sicher an." Zudem sollten Rettungswege freibleiben. Allerdings werde es eine starke Präsenz an Sicherheitskräften geben - im Bereich der "Schlossweihnacht" sei auch nachts ein Sicherheitsdienst präsent.

Als einer der ersten im Land beginnt schon heute der Weihnachtsmarkt in Freiburg. Veranstalter und Polizei haben gemeinsam ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung in der Stadt im Oktober habe darauf aber keine konkreten Auswirkungen gehabt, sagte Annika Reinke, Sprecherin der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH. Im Vorjahr kamen laut Reinke 600 000 Menschen auf den Markt.

Laut Polizeipräsidium Stuttgart hat sich am Einsatzkonzept auf dem Weihnachtsmarkt der Landeshauptstadt im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert. Demnach stehen bewaffnete Polizeibeamte an den Zugängen des Weihnachtsmarkts, und zwischen den Buden sind Streifen in Zivil unterwegs - auch, um mögliche Taschendiebstähle zu verhindern. Verändert hat sich allerdings die Resonanz der Marktbesucher auf die erkennbaren Einsatzkräfte: "In den ersten Jahren sind die Leute erschrocken, als sie Polizisten gesehen haben. Jetzt freuen sie sich", sagte Marcus Christen von der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart.

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