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Falsche Polizisten fragen nach Geld für Geheimoperationen
Falsche Polizisten fragen nach Geld für Geheimoperationen
19.12.2018 - 00:00 Uhr
"Falsche Polizisten" haben offenbar ihre Taktik geändert und machen landesweit mit einer neuen Variante Beute, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilt. Den Opfern werde vorgegaukelt, dass ihr Vermögen auf der bisherigen Bank nicht sicher sei oder dass das Geld für "geheime Operationen" benötigt würde. Dann fordern die vermeintlichen Polizeibeamten ihre Opfer auf, Fernwartungssoftware auf ihren PC's zu installieren und ein onlinefähiges Bankkonto einzurichten.

Mit der Fernwartungssoftware können die Täter auf den PC der Opfer zugreifen und so beispielsweise auch die Zugangs-PIN fürs Online-Banking ausspionieren. Außerdem bringen die Täter die Opfer dazu, auf das neu eingerichtete Konto Gelder zu überweisen. Da die Täter Zugriff auf das Online-Konto haben, können sie nun die dort vorhandenen Guthaben abziehen. Auf diese Weise haben die Gauner bereits mehrere hunderttausend Euro erbeutet.

Vor allem ältere Menschen sind seit einigen Jahren im Visier der skrupellosen Betrüger, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgeben und es fertigbringen, dass ältere Menschen ihr Bargeld und ihren Schmuck zur angeblich sicheren Verwahrung bei der Polizei zur Abholung einfach vor die Haustüre legen oder Fremden übergeben. Trotz Ermittlungserfolgen steigen die Fallzahlen und Schadenssummen seit fünf Jahren. Intensive Präventionsmaßnahmen haben aber dazu geführt, dass aktuell 97 Prozent der bekanntgewordenen Fälle im Versuchsstadium bleiben, informiert das LKA weiter.

Um sich zu schützen, gibt das Landeskriminalamt folgende Tipps:

Greifen Sie das Thema im Familienkreis auf und sensibilisieren Sie ältere Angehörige für die Gefahren.

Die Polizei ruft niemals unter dem Polizeinotruf 110 an.

Die Polizei verlangt keinen Fernzugriff auf einen privaten PC.

Die Polizei verlangt niemals die Herausgabe von Geld oder

Wertgegenständen.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie sofort auf, wenn verlangt wird, das Telefonat und die Angelegenheit geheim zu halten, schnelle Entscheidungen zu treffen oder Kontakt mit Fremden aufzunehmen.

Geben Sie am Telefon keine Auskünfte zu Ihren persönlichen und finanziellen Verhältnissen.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.

Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an. Benutzen Sie dazu nicht die Rückruffunktion, da Sie sonst wieder bei dem Anrufer und Täter landen.

Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den Anruf.

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