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Im Mittelbau des Kunstmarkts etabliert
Im Mittelbau des Kunstmarkts etabliert
24.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Christiane Lenhardt

Die weiträumigen Skulpturenplätze sind zum Markenzeichen der Art Karlsruhe geworden und ihr Alleinstellungsmerkmal unter den etablierten Kunstmessen: Rund 20 Räume für Großplastiken und Skulpturen werden es wieder sein, samt Atrium im Innern der vier säulenfreien Messehallen von Rheinstetten, wenn die 16. Ausgabe der Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst in gut vier Wochen startet. Sie setzt überdies auf viele Einzelpräsentationen von Künstlern, den 196 One-Artist-Shows, und unterstreicht damit ihren Ausstellungscharakter. Der wird noch betont durch die Sonderausstellung mit Konkreter Kunst aus der Sammlung Peter C. Ruppert.

Kunstwerke aus den vergangenen 120 Jahren von mehr als 1 500 internationalen Künstlern werden vom 21. bis 24. Februar angeboten. Francis Bacon, Pablo Picasso, Oskar Schlemmer, Sigmar Polke, Gerhard Richter genauso wie Damien Hirst und der kürzlich gestorbene Pop-Art-Vertreter Mel Ramos gehören zu den prominenten Namen, deren Werke zu sehen sein werden. 208 Galerien aus 16 Nationen hat der Beirat um Kurator Ewald Karl Schrade ausgewählt - aus einer großen Bewerberzahl von über 350 interessierten Ausstellern.

"Viele Galeristen der ersten Stunde sind wieder dabei", sagte die Geschäftsführerin der Karlsruher Messe, Britta Wirtz, gestern beim Pressegespräch in Karlsruhe. "Das ist ein Zeichen des wirtschaftlichen Erfolgs, den man auf der Art Karlsruhe erzielen kann", fügte sie hinzu. "Dass große Teile unserer Aussteller gute Umsätze machen, bestätigt uns, den richtigen Kurs eingeschlagen zu haben." Ein fester Stamm von rund 180 Galerien sei seit Jahren in Karlsruhe regelmäßig dabei. Denn die Art Karlsruhe im Sammlerland Baden-Württemberg bestehe in einem kaufkräftigen Umfeld.

Das bestätigt auch der Vorsitzende des Landesverbands der Galeristen in Baden-Württemberg. "Für uns ist die Art Karlsruhe ein wichtiger Marktplatz und eine Plattform, um Kontakte zu knüpfen und neue Kunden für unsere Künstler zu gewinnen", erklärte der Stuttgarter Galerist Michael Sturm und betonte: "Es ist eine Messe, die dem Mittelbau des Kunstmarkts gerecht wird, im Gegensatz zu anderen internationalen Messen, durch die eine Verzerrung des Markts stattfindet." Die Karlsruher Messe konzentriere sich auf die mittelständischen Galerien - "und die zahlen die Party für die Großen", kritisierte der Verbandsvorsitzende der Galeristen im Land gerade die Global Player unter den Kunstmessen. Und in der Champions League der Kunstmessen weltweit steht ganz vorne die vielgefragte Art Basel, in deren Messehallen internationale Großgaleristen auf Superreiche hoffen.

Hingegen sei die Art Karlsruhe ein schönes Beispiel dafür, dass es funktionieren könne, die mittelständischen Sammler anzulocken - vor allem solche aus dem Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Schweiz. Nicht selten sei die Grafik ein Einstieg für Neusammler, betonte die Art-Projektleiterin Olga Blaß. Aber nicht nur für diejenigen Kunstfans, die neue Sammler werden wollen, richtet die Art wieder eine Druckgrafik-Sonderschau ein: In der werden 100 Grafiken unterschiedlicher Techniken und Jahre - von Warhol bis Picasso - präsentiert.

Schon ein renommierter Sammler ist der Berliner Peter C. Ruppert. Im Bauhaus-Jahr zeigen die Karlsruher seine Sammlung vornehmlich europäischer Nachkriegskunst als Sonderpräsentation. Ruppert hat mit seiner Leidenschaft für die Konkrete Kunst seit 1945 - solche, die sich mit den Bildmitteln Farbe, Form, Bewegung und Hell-Dunkel-Effekte beschäftigt - auch Meister der Avantgarde-Bewegung gesammelt. Werke von Künstlern wie Josef Albers etwa, oder Max Bill, Richard Paul Lohse und Victor Vasarely werden in Karlsruhe gezeigt. Viele Ausprägungen der Konkreten Kunst fußten auf den Bauhaus-Ideen, erklärte Direktorin Marlene Lauter vom Würzburger Museum im Kulturspeicher, wo die Sammlung Ruppert fast vollständig zu sehen ist. Werke von 240 Künstlern aus fast allen europäischen Ländern seien vertreten. Und die Sammlung sei längst nicht abgeschlossen, sondern wirke bis in die Gegenwart.

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