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Radschnellweg Karlsruhe - Rastatt soll über Rheinstetten führen
Radschnellweg Karlsruhe - Rastatt soll über Rheinstetten führen
16.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Volker Neuwald

Karlsruhe - Verwaltung und Planungsausschuss des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein sprechen sich einstimmig für einen Radschnellweg aus, der in einem Korridor von Karlsruhe über Rheinstetten, Durmersheim, Bietigheim und Ötigheim bis Rastatt verlaufen soll (21,5 Kilometer). Ein zweiter Radschnellweg soll Karlsruhe und Ettlingen verbinden.

Das überraschend einhellige Meinungsbild mündete nicht in einen Beschluss, weil beide Schnellwege vom Land geplant, gebaut und bezahlt werden müssten. Aber das Votum ist ein Signal an Stuttgart, die regionalen Vorarbeiten zu berücksichtigen, die in Form einer Potenzialanalyse und einer Machbarkeitsstudie vorliegen.

Nötig wurde diese Positionierung, weil das Verkehrsministerium Nordbaden zwar mit zwei Radschnellwegen in Trägerschaft des Landes beglücken will, dabei aber von einem "Korridor Karlsruhe - Ettlingen - Rastatt" spricht.

Um Ettlingen mit Rastatt zu verbinden, wäre entweder eine scharfe Kurve von Ettlingen über die Siedlung Silberstreifen bis Rheinstetten-Mörsch notwendig, um auf die vom Regionalverband priorisierte Trasse zu gelangen. Oder andernfalls ein Korridor von Ettlingen über Malsch und Muggensturm bis Rastatt, für den es bislang keinerlei planerische Vorarbeiten gibt.

"Radschnellwege sollen viele Menschen ansprechen", erklärte Verbandsdirektor Gerd Hager. Das Siedlungsband zwischen Rheinstetten und Rastatt habe die besten Potenziale - auch auf die Jahre nach 2030 gesehen. "Die CDU-Fraktion geht diesen Weg mit", signalisierte der Rastatter Landrat a.D. Jürgen Bäuerle Zustimmung. Redner der anderen im Verband vertretenen Parteien äußerten sich ähnlich.

Bäuerle hob weiter hervor, dass Städte und Kreise "jetzt schnell in planerische Überlegungen eintreten sollten", um ihre Radverkehrskonzepte mit der Schnellwegplanung des Landes abzustimmen. Die hohe Förderquote des Bundes sei bemerkenswert. "Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist." Hager pflichtete bei: "Es wird bundesweit ein Rennen um die Mittel geben."

In der Region sind zunächst einmal die Städte Karlsruhe, Ettlingen und Rastatt gefordert. Denn Kommunen mit mehr als 30 000 Einwohnern müssen die innerörtlichen Trassen der Radschnellwege selbst planen und bauen, so die Vorgabe des Gesetzgebers. Von den Kosten bleiben aber nur 12,5 Prozent hängen, der Rest wird vom Bund (75 Prozent) beziehungsweise vom Land (12,5 Prozent) übernommen. Konkretes Beispiel: In Rastatt müssten vom Bahnhof aus kommend die B36 beziehungsweise die Niederwald-, Breslauer und Stettiner Straße ausgebaut werden. Die Trasse führt dann in Trägerschaft des Landes weiter in den Wald entlang der Bahnstrecke in Richtung Ötigheim.

Von den günstigen Förderbedingungen profitieren aber auch Verbindungen, die nicht zwingend in der "Ersten Liga" der Schnellwege spielen, sondern in der "Zweiten oder Dritten Liga", so Bäuerle. So ist in der Machbarkeitsstudie die Weiterführung der Trasse vom Bahnhof Rastatt über Baden-Oos bis Bühl ausgearbeitet (23 Kilometer). Der Kreis Rastatt und die Stadt Baden-Baden könnten in eigener Baulast einen Schnellweg verwirklichen und die Fördermittel von Bund und Land abgreifen.

Die Zeit drängt aber, die Konkurrenz um die Geldtöpfe ist groß: Der Kreis Karlsruhe zum Beispiel will die Verbindung mit Stutensee forcieren - und vielleicht sogar bis Bruchsal weiterbauen.

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