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Ein gewaltiges Klangmeer
Ein gewaltiges Klangmeer
22.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Karen Streich

Das 50-jährige Bestehen der Kulturreihe Schwarzacher Münsterkonzerte ist mit drei viel beachteten Veranstaltungen gewürdigt worden. Neben einem Vortrag von Kreisarchivar Martin Walter zur Historie und einer musikalischen Führung mit Jazz-Improvisation fand als Höhepunkt im Münster ein großes Festkonzert statt, ausgeführt von der Katholischen Bezirkskantorei Capella Crucis Rastatt und der Philharmonie Baden-Baden unter der Leitung von Jürgen Ochs, einer gemeinsamen Veranstaltung des Landkreises Rastatt, der Gemeinde Rheinmünster und des Bezirkskantorats Rastatt.

Als Solisten wirkten Cornelia Samuelis, Sopran, Martin Erhard, Tenor, und Konstantin Ingenpass, Bariton, mit. In den 50 Jahren ihres Bestehens fanden 146 Konzerte im Münster statt, dem man eine außergewöhnlich gute Akustik nachsagt. Im Festkonzert nun wurden zwei Messen einander gegenübergestellt, die "Messa di Gloria", Messa a 4 voci con Orchestra, von Giacomo Puccini und das "Te Deum" von Antonin Dvorak.

Hinter dem Orchester baute sich ein stimmenstarker, gemischter Chor im Altarraum auf, bei dem die Frauenstimmen überwogen. Aber die Tenöre und Bässe des Chores konnten sich durchaus behaupten, so dass ein ausgewogener Chorklang erreicht wurde. Zarter Violineneinsatz leitete die Messa die Gloria ein, bevor der Chor das Kyrie und Gloria anstimmte.

Bei dem "Laudamus te" erfüllte fast unbändiger Jubel den würdigen Kirchenraum, dem ein strahlendes "Gratias agimus tibi" des Tenorsolisten im guten Einvernehmen mit Chor und Orchester folgte. Man kann sich Martin Erhard als hervorragenden Evangelisten eines Oratoriums vorstellen. Die warme Stimmenfärbung des Baritons Konstantin Ingenpass dagegen empfand man als Zuhörer besonders im "Benedictus" als besänftigenden Kontrast. Das Duo Tenor-Bariton zum sehr gut reagierenden Chor und Orchester im abschließenden "Agnus Dei" wirkte anrührend und überwältigend, was nicht zuletzt auch dem sorgsamen aber auch straffen Dirigat von Jürgen Ochs zu verdanken war.

Fast ohne Pause ging man zum "Te Deum" von Antonin Dvorak über. Vom mächtigen Pauken-Donner eingeleitet wähnte sich das Publikum in einem gewaltigen Klangmeer von Chorstimmen und Orchester mit viel Blechbläserbeteiligung, die im Decrescendo schließlich pianissimo endete. Das "Te Deum laudamus" zeigte sich als bewegendes Sopransolo zum Chor und Orchester, was Cornelia Samuelis mit wandelbarer, glockenreiner Stimme zu rezitieren wusste. Das folgende "Tu rex gloriae" des Baritons Konstantin Ingenpass mit Chor und Orchester und mit viel Blech- und Holzbläser-Begleitung zum Pizzzikato der Streicher stand wieder im beruhigenden Kontrast dazu.

Ohne Soli kam der Chor im "Aeterna fact", aufmerksam auf das Dirigat von Jürgen Ochs reagierend, zur Wirkung. Im "Dignare Domine" schließlich hatte der Komponist alle Stimmen, Sopran- und Baritonsoli, Chor und Orchester zu einem großen Gotteslob mit Pauken und Trompeten vereint, was die beeindruckende Atmosphäre des Münsters auf wohl jedes Zuhörergemüt noch steigerte.

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