A-Klasse aus dem hohen Norden

Azubis aus Rastatt haben ein Lenkrad-Modell hergestellt. Über einen integrierten Bildschirm werden Grüße zum nächsten Werk weitergereicht - hier in Finnland. Foto: Benz

Uusikaupunki/Rastatt (vo) - Die neue A-Klasse ist in Finnland angekommen: Nach dem Produktionsstart im April im Mercedes-Benz Werk Rastatt und im Mai in Kecskemet in Ungarn hat nun die Fertigung beim Produktionspartner Valmet Automotive in Uusikaupunki begonnen. Es ist der dritte Standort im globalen Produktionsnetzwerk, an dem die neue A-Klasse vom Band läuft.

Mit der Produktion im hohen Norden setzt Mercedes-Benz die Kooperation mit Valmet Automotive fort. Bereits seit 2013 lief dort die Vorgängergeneration der A-Klasse vom Band - gemeinsam mit dem GLC. Für den Anlauf der neuen A-Klasse gab es im Vorfeld umfangreiche Umbauarbeiten im Karosserierohbau sowie in der Oberfläche und Montage.

Die neue A-Klasse ist innerhalb der Kompaktklasse das erste Modell der vierten Generation. Die Kompaktwagenfamilie besteht aktuell aus sechs Modellen: A-, B-Klasse, CLA, CLA Shooting Brake, GLA und der A-Klasse Limousine mit langem Radstand, die künftig in Peking speziell für den chinesischen Markt produziert wird. Insgesamt soll die neue Kompaktwagenfamilie auf acht Modelle wachsen.

Für den Produktionsstart der A-Klasse haben Auszubildende aus dem Lead-Werk Rastatt mit Hilfe moderner additiver Fertigungsverfahren (3-D-Druck) ein Lenkrad-Modell hergestellt. Es verfügt über einen Bildschirm, auf dem die Mitarbeiter Grußbotschaften für das nachfolgende Werk und dessen Produktionsstart hinterlegen können. Das Lenkrad wird wie eine Staffel von Werk zu Werk weitergereicht. Dabei steht die nächste Station bereits fest: Ein neues Kompaktwagenmodell soll noch in diesem Jahr im Joint-Venture-Produktionswerk COMPAS (Cooperation Manufacturing Plant Aguascalientes) in Zentralmexiko anlaufen.

Produziert werden die aktuellen Kompaktwagen in einem globalen Produktionsverbund. Dabei hat Rastatt die Rolle des Lead-Werks. Dort wird die globale Steuerung der Produktion sowie das Qualitäts- und Lieferantenmanagement verantwortet. Zugleich unterstützt es den reibungslosen Anlauf in den anderen Werken, etwa durch die Schulung von Mitarbeitern. Neben dem finnischen Produktionspartner Valmet Automotive in Uusikaupunki gehören das ungarische Werk Kecskemet und Beijing Benz Automotive Co. (BBAC) in China zum globalen Kompaktwagen-Produktionsverbund. In naher Zukunft erweitert das Werk COMPAS den Produktionsverbund auf fünf Standorte auf drei Kontinenten.

Künftig wird zudem das Werk Hambach in Frankreich ein kompaktes Elektrofahrzeug von Mercedes-Benz unter der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ fertigen. Es erweitert den Kompaktwagen-Produktionsverbund damit auf sechs Standorte auf drei Kontinenten. Neben dem Lead-Werk Rastatt und bei BBAC in Peking ist Hambach der dritte Standort innerhalb des globalen Produktionsnetzwerks, wo künftig kompakte Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ vom Band laufen.

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