Brahms-Sinfonie zum Festkonzert

Fürs Jubiläumsjahr des Staatstheaters hat die Badische Staatskapelle -hier unter ihrem Chefdirigenten Justin Brown - die Stücke der neuen Konzertsaison mit ausgewählt.  Foto: Thomas Viering

Die Badische Staatskapelle, selbst eines der ältesten Orchester weltweit, würdigt das 300-jährige Bestehen des Badischen Staatstheater Karlsruhe in der kommenden Saison mit einem besonderen Jubiläumsprogramm. Zum Festkonzert am 13. Januar 2019, dem Beginn des damaligen markgräflichen Hoftheaters, wird im Großen Haus des Staatstheaters Johannes Brahms' Sinfonie Nr. 2 D-Dur erklingen. Der Star der Konzertsaison sei die Staatskapelle, betonte Generalmusikdirektor Justin Brown.

In der Staatstheater-Jubiläumssaison bestimmen die Musiker des Karlsruher Orchesters erstmals große Teile ihres Programms selbst. "Nachdem ich über zehn Spielzeiten hinweg quasi alleine den Sinfoniekonzertspielplan gestaltet habe und dabei viele meiner Lieblingsstücke auswählte, habe ich für die neue Saison unsere Musiker befragt und viele ihrer Vorschläge ins Programm aufgenommen", erklärte Brown bei der Saison-Präsentation für 2018/19. Geboten wird ein vielfältiges Programm mit großen Werken der Klassik und zeitgenössischer Musik (im Rahmen des Zeitgenuss-Festivals am 21. und 22. Oktober).

Zum Auftakt am 23. und 24. September erklingen Richard Wagners "Faust-Ouvertüre,", die "Wesendonck-Lieder" und Anton Bruckners Sinfonie Nr. 3, die "Wagner-Sinfonie". Das Konzert wird auch im Rahmen des neunten Internationalen Gesangswettbewerbs für Wagner-Stimmen in Karlsruhe (27. bis 29. September) wiederholt.

Die Staatskapelle wird kommende Saison wieder in Sinfonie- und Sonderkonzerten, in Kinder- und Jugendkonzerten, in der Reihe Nacht-Klänge und in Kammerkonzerten zu hören sein. Gastdirigenten wie Kevin John Edusei, Rasmus Baumann oder Georg Fritzsch werden am Pult stehen. Unter den Solisten ragt der Cellist Maximilian Hornung, Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs, heraus; er interpretiert Antonin Dvoraks Konzert für Violoncello (3. März 2019), während das 6. Sinfoniekonzert (1. April) im Zeichen des Saxofons steht. Die gebürtige St. Petersburgerin Alina Pogostkina lässt Alban Bergs Violinkonzert am 12. Mai erklingen. Dirigentin Oksana Lyniv leitet das letzte Sinfoniekonzert der Saison am 7. Juli 2019 mit Werken von Mozart, Haydn und Strawinsky; zu Gast ist der junge Pianist Till Hoffmann.

Die reiche Karlsruher Musik- und Theatergeschichte hatte am 13. Januar 1719 nach der Übersiedlung der Hofkapelle von Durlach in den Theatersaal des Karlsruher Schlosses begonnen. Die 1662 gegründete Hofkapelle zog berühmte Dirigenten und Musiker an. Ur- und Erstaufführungen von Hector Berlioz, Johannes Brahms und Béla Bartók machten Karlsruhe zu einem der Zentren des Musiklebens. Neben Brahms standen Richard Wagner und Richard Strauss am Pult der Hofkapelle. Ihre Musik erklingt auch in der Jubiläumssaison.(cl)

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