Kundengeschäft wächst beständig

Kundengeschäft wächst beständig

Von Jürgen Volz

Rastatt/Gernsbach - Dank eines nachhaltig wachsenden Kundengeschäfts hat die Sparkasse Rastatt-Gernsbach die Herausforderungen in einem schwierigen Marktumfeld mit zunehmender Regulierung und anhaltend niedrigem Zinsniveau bislang gut gemeistert. Gleichzeitig gestaltet sich die Ertragslage mit einem deutlich sinkenden Zinsüberschuss weiterhin nicht einfach.



"Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden", kommentierte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Kistner gestern die Bilanz des Jahres 2018. Mit einem betreuten Kundenanlagevolumen von 1,66 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,62 Mrd.), einem Kundenkreditvolumen, das knapp über einer Milliarde Euro lag (Vorjahr: 953 Mio.), und einer Bilanzsumme von 1,68 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,62 Mrd.), erreichte das Kreditinstitut die selbst gesteckten Ziele. Unter dem Strich stand ein nahezu konstanter Jahresüberschuss von 1,604 Millionen Euro (Vorjahr. 1,622 Mio.).

"Unser Wachstum ist ausschließlich auf das Kundengeschäft zurückzuführen. Es ist uns wichtig, dass wir originär mit einer festen Verankerung mit der Realwirtschaft in der Region wachsen", sagte Kistner. Hier kommt der Sparkasse Rastatt-Gernsbach die nach wie vor stabile Geschäftsentwicklung der örtlichen Unternehmen zugute. "Es wird immer noch mit Vollgas gefahren", so Kistner.

Mit Blick auf die Ertragslage macht sich der Sparkassenchef aktuell keine Sorgen. Zwar ist der Zinsüberschuss 2018 erneut deutlich auf 24 Millionen Euro zurückgegangen (Vorjahr: 29 Mio.), aber Kistner sieht damit die Talsohle erreicht. Er rechnet in den kommenden Jahren mit einem steigenden Zinsüberschuss, unter anderem wegen des guten Kreditgeschäfts. Gleichwohl steuert die Sparkasse seit geraumer Zeit auf der Kostenseite gegen. Der zuvor dreiköpfige Vorstand wurde auf zwei Personen verkleinert, und auch die Zahl der Mitarbeiter ist auf 269 gesunken (Vorjahr: 275). Damit konnten die Personalaufwendungen zumindest stabil gehalten werden. Ein nochmals gestiegener Provisionsüberschuss auf 9,5 Millionen Euro (Vorjahr: 9,0 Mio) trug mit dazu bei, wieder Reserven für die Zukunft bilden zu können. Das Eigenkapital des Geldinstituts ist mit einer aktuellen Quote von 16,4 Prozent überdurchschnittlichen hoch.

Ein Geschäftsbereich, der sich immer besser entwickelt, sind die Immobilien und deren Finanzierung. "Der Immobilienmarkt in der Region boomte auch 2018", sagte der für dieses Geschäft zuständige stellvertretende Vorstandsvorsitzende Clemens Götz. Die Nachfrage sei höher als das Angebot, so Götz, wobei die Sparkasse Rastatt-Gernsbach ihren Kunden trotzdem entsprechende Angebote unterbreiten könne. Auch personell wurde auf den anhaltenden Trend mit zusätzlichen Fachkräften reagiert. Allein im vergangenen Jahr gab die Sparkasse Neukredit-Zusagen für Baufinanzierungen an Privatpersonen von mehr als 110 Millionen Euro.

Obwohl das Börsenjahr 2018 kein einfaches war, scheinen die Kunden der Sparkasse zunehmend Gefallen an Wertpapieranlagen zu finden. Götz berichtete gestern von einem Plus von 80 Prozent beim Nettoabsatz. Wobei ein hoher Anteil auf verschiedene neu ausgegebene Zertifikate mit geringem Risiko entfiel. Götz sieht in diesen Zertifikaten die ideale Einstiegsmöglichkeit ins Wertpapiergeschäft für sicherheitsorientierte Anleger.

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