Arbeiten liefen wie am Schnürchen

Arbeiten liefen wie am Schnürchen

Karlsruhe (win) - Die erste Etappe liegt hinter den Bauarbeitern. Die Arbeiten an der Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth liefen wie am Schnürchen. Zu größeren Verkehrsproblemen kam es während der Sperrung nicht.





Nach Mitternacht am frühen Samstagmorgen hatten die Arbeiter damit begonnen, den ultrahochfesten Beton "anzurühren" und ihn dann auf der Fahrbahn Richtung Wörth einzubauen. Schon am frühen Vormittag war gut die Hälfte des rund 150 Meter langen Teilstücks betoniert. "Ich habe das Gefühl, dass die holländischen Arbeiter völlig tiefenentspannt sind", merkte Projektleiter Jürgen Gentner vom Regierungspräsidium Karlsruhe schon um diese Zeit an - und wirkte selbst auch so.

Um 15 Uhr waren die Betonarbeiten dann planmäßig abgeschlossen und Gentner äußerte sich gestern um die Mittagszeit sehr zuversichtlich, dass die Rheinbrücke planmäßig um 5 Uhr heute früh wieder frei gegeben werden könne.

Die Ertüchtigung der Rheinbrücke gilt als logistische Meisterleistung. Nachdem die beauftragten Firmen anhand einer Probeplatte nachgewiesen hatten, dass sie das Verfahren beherrschen, starteten im November die Vorarbeiten. Doch bisher war alles mehr oder minder Vorgeplänkel, ernst wurde es erst am Samstag.

Ab Mitternacht war die Brücke komplett für den Verkehr gesperrt und rund eine Stunde brauchten die Bauarbeiter anschließend noch, bis sich alles eingespielt hatte. Dann stimmten die Werte, der erste Kubikmeter Frischbeton konnte auf dem Förderband abgeladen werden und der im "Partyzelt" wartende Betonfertiger wurde erstmals mit Material gefüttert. Die Betonmischer, die sich an der beim Jachthafen aufgebauten Betonmischanlage ihre Fracht abholten, begannen ihre Runden zu drehen. Oben, auf der Brücke, taten es ihnen die Traktoren mit den kleinen Kubixx-Containern gleich.

Wie geplant waren die Betonarbeiten am Samstag um 15 Uhr abgeschlossen, danach musste die Brücke absolut erschütterungsfrei sein, damit der Beton optimal aushärten konnte. "Es hat alles gut geklappt", freute sich Gentner gestern. Es habe sich ausgezahlt, dass nachts erst losgelegt wurde, nachdem alle Parameter passten. Nach Ende der Arbeiten hieß es dann 24 Stunden warten. Gestern Nachmittag war der Beton dann so weit ausgehärtet, dass ein "Probewürfel" genommen werden konnte. Der Würfel wurde anschließend abgedrückt und geprüft. Die letzte große Hürde vor der Brückenfreigabe am heutigen Morgen.

Die Sperrung verursachte übrigens - abgesehen von langen Umwegen - kaum Verkehrsprobleme. Am kommenden Wochenende steht die zweite Etappe an. Ostersamstag um 0 Uhr wird die Brücke erneut voll gesperrt, danach werden die restlichen 150 Meter der Fahrbahn in Richtung Wörth betoniert.

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