80-Jähriger gesteht sechs Banküberfälle

80-Jähriger gesteht sechs Banküberfälle

Hechingen/Rastatt (lsw/ red) - Ein 80-Jähriger hat vor dem Landgericht Hechingen mehrere Banküberfälle gestanden, darunter auch einen spektakulären vor sieben Jahren in Rastatt bei der Volksbank.

Sein Verteidig er verlas zum Prozessauftakt eine Erklärung, in der der Angeklagte die Vorwürfe einräumte, wie ein Gerichtssprecher gestern mitteilte. Demnach hatte der Senior aus Kirchzarten zwischen 2009 und 2019 in sechs Fällen versucht, Banken unter anderem in Villingen-Schwenningen und die Volksbank in Rastatt auszurauben. Anfang Mai wurde er nach einem Überfall in Balingen (Zollernalbkreis) verhaftet.

Der Fall in Rastatt hatte damals für großes Aufsehen gesorgt: Während des Besuchs des Bundespräsidenten Joachim Gauck im Rastatter Schloss am 18. Oktober 2012 überfiel ein unbekannter älterer Mann nur wenige hundert Meter weiter die Volksbank-Hauptfiliale in der Kaiserstraße, erbeutete eine "erhebliche Summe" Geld - nach damaligen BT-Informationen eine sechsstellige Summe - und entkam.

Der betagte Mann ging immer nach einem ähnlichen Schema vor: Er überreichte den Bankmitarbeitern ein Schreiben, in dem er mit einer Bombe drohte, sollte er kein Geld erhalten. In drei Fällen übergaben die Angestellten dem Täter Geld, wie der Sprecher sagte. Eine echte Bombe habe der Mann nicht benutzt; es habe sich jeweils um Attrappen gehandelt.

Für die Verhandlung sind derzeit zwei weitere Tage angesetzt, ein Urteil gegen den 80-Jährigen wird Ende Oktober erwartet.

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