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OB Mentrup setzt auf Sommer 2020
Der Abbruchbagger leistet ganze Arbeit: Er reißt unter der Erde überflüssig gewordene Wände ein.  Foto: Heck
22.11.2017 - 07:00 Uhr
Von Winfried Heck

Karlsruhe - Der ganz große Druck ist raus - sprichwörtlich. Beim Bau des Karlsruher Stadtbahntunnels ist das Ende der Rohbauarbeiten in Sicht, beim Bau des unter Druckluft hergestellten Südabzweigs konnte schon vor Wochen die Druckluft abgeschaltet werden. "Ein weiterer, wichtiger Zwischenschritt ist erreicht", freut sich Oberbürgermeister Frank Mentrup und verbreitet Optimismus. "Wenn alles klappt, rollen ab Spätsommer oder Frühherbst 2020 die Bahnen durch den Tunnel."

Südlich des Ettlinger Tors geht es rund 15 Meter hinab in die künftige Haltestelle. Die Dimension der Baustelle, die sich dem Betrachter hier unten eröffnet, erstaunt immer wieder. Hier ist der tiefste Punkt im ganzen System, das unter dem künftigen Kriegsstraßentunnel hindurch führt. Noch bedarf es einiger Fantasie, um sich hier einfahrende Bahnen und wartende Fahrgäste vorstellen zu können. Nackte Betonwände "zieren" bisher das Karlsruher Jahrhundertbauwerk, noch werden mit schwerem Gerät inzwischen überflüssig gewordene Wände abgerissen. Bis vor rund vier Wochen war hier noch die Schleuse, durch die Maschinen und Material in den Druckluftbereich geschafft wurden. Jetzt stehen die Wände nur noch im Weg und ein gigantischer Abbruchbagger leistet ganze Arbeit. Selbst die Profis bekommen glänzende Augen. "Gigantisch", kommentiert Frank Nenninger von der für den Tunnelbau zuständigen KASIG das Arbeitsgerät, das nagelneu angeliefert wurde und jetzt in Karlsruhe erstmals im Einsatz ist. Hinter der Wand geht es durch den Tunnel in Richtung "Trompete", jenen Bereich, wo der normale Querschnitt des Tunnels so weit aufgeweitet wird, damit neben zwei Durchgangsgleisen auch das sogenannte "Pfälzer Gleis" untergebracht werden kann: ein Stummelgleis für Stadtbahnen, die künftig am Marktplatz enden werden. Auf diesen Teil der Arbeit sind Baufirmen und Auftraggeber besonders stolz, denn, um den Tunnelquerschnitt von 80 auf 180 Quadratmeter auszuweiten, war ein spezieller Schalwagen im Einsatz, der für jeden Bauabschnitt umgebaut werden musste. Und das alles im Druckluftbereich.

Am Marktplatz versperrt noch eine stabile Wand den Weg, lediglich eine schmale und niedrige Öffnung ist vorhanden. Hier war die Personen-Luftschleuse eingebaut, durch die die Tunnelarbeiter ihren Arbeitsplatz erreichten. Doch auch die Tage dieser Wand sind gezählt, Anfang kommenden Jahres wird sie abgeräumt. Spätestens dann kann der Innenausbau des Tunnels ungehindert vorangetrieben werden. Um Bahnsteige, Schienen, Fahrleitungen Decken und Wände einzubauen, sind zwei Jahre veranschlagt, danach soll ein halbjähriger Probebetrieb folgen. "Ehrgeizig aber machbar", nennt Mentrup den Zeitplan. Die Risiken und Unwägbarkeiten seien weitestgehend gebannt, bestätigt KASIG-Chef Uwe Konrath. "Die Situation hat sich entspannt."

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