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Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt deutlich
21.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Volker Neuwald

Offenburg - 41764 Straftaten zählte das Polizeipräsidium (PP) Offenburg vergangenes Jahr. Das sind 371 weniger als 2016. Trotzdem bewege man sich im Landkreis Rastatt, im Stadtkreis Baden-Baden und im Ortenaukreis, für die das PP Offenburg zuständig ist, gemessen an der Einwohnerzahl auf einem hohen Kriminalitätsniveau. Details erläuterte Polizeipräsident Reinhard Renter gestern bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2017. Er hatte aber auch gute Nachrichten dabei.

Straftaten und Aufklärung: Sowohl im Ortenaukreis (2016: 26603, 2017: 26165) als auch im Stadtkreis Baden-Baden (2016: 4315, 2017: 4270) ging die Zahl der Delikte zurück. Im Landkreis Rastatt stieg sie von 11217 auf 11329. Laut Renter ist die Aufklärungsquote insgesamt "besonders erfreulich": Mit 63,1 Prozent (plus 1,7 Prozent gegenüber 2016) ist sie die höchste der vergangenen zehn Jahre.

Anteil einzelner Kriminalitätsfelder: Eine immer höhere Gewaltbereitschaft bereitet der Polizei Sorgen, bekennt der Leiter der Direktion Reviere, Joachim Metzger. Die Zahl der Körperverletzungen stieg um 226 auf 4028 Fälle. Straftaten gegen die persönliche Freiheit wie Bedrohungen nahmen von 1266 auf 1195 leicht ab. Auch die Diebstahlquote sank: 1245 Diebstähle weniger wurden begangen (13914). Die Kriminalität auf Straßen ist rückläufig (von 8367 auf 7928) - das ist der niedrigste Wert der vergangenen 20 Jahre. Und auch bei der Rauschgiftkriminalität registrierte man mit 2359 Fällen (minus 139) einen Rückgang.

Wohnungseinbrüche: 664 Einbrüche (2016: 905) wurden aufgenommen, das sind 241 (26,6 Prozent) weniger als im Jahr zuvor. Im Ortenaukreis waren es 401 (114 weniger), im Stadtkreis Baden-Baden 69 (55 weniger) und im Landkreis Rastatt 194 (72 weniger). Damit sei der niedrigste Wert seit zehn Jahren erreicht worden, betont Metzger. Worauf ist diese positive Entwicklung zurückzuführen? "Unsere Kollegen in den Revieren sind in nie gekanntem Ausmaß Streife gefahren und haben Präsenz gezeigt. Wir haben alles reingelegt, was möglich war." Zudem konnten mehrere Serieneinbrecher dingfest gemacht werden. Und schließlich wirkt die Prävention: "Die Eigentümer nehmen Geld in die Hand und schützen ihre Objekte."

Gewalt gegen Polizisten: Gegenüber 2016 ist die Zahl der Attacken auf Beamte von 287 auf 254 zurückgegangen. Polizeipräsident Renter lässt keinen Zweifel daran, dass ihn auch diese Zahl ärgert: "Unsere Kollegen haben es einfach nicht verdient, bei der Arbeit beleidigt oder gar verletzt zu werden." Den Rückgang führt Renter auf konsequente Strafverfolgung und rasche Verurteilung zurück: "Bei Beleidigungen tut sich unter 500 Euro gar nichts."

Politisch motivierte Kriminalität: Dieses Spektrum sei im PP-Bereich "völlig unauffällig", sagte Arno Englen, Leiter der Kriminalpolizeidirektion. Vier Gewalttaten seien registriert worden (2016: 10). Der Bereich Islamismus sei "derzeit noch unproblematisch".

Tatverdächtige: Das Niveau steigt leicht (2016: 18557, 2017: 19618, plus 5,7 Prozent). Davon sind 9747 Nichtdeutsche (2016: 8861), was 49,7 Prozent entspricht. Englen relativiert diese hohe Zahl aber: "Zu dieser Gruppe gehört auch ein schwarzfahrender Franzose in Kehl. Aufgrund der offenen Grenze sind ausländerrechtliche Verstöße relativ häufig." Von den 9747 tatverdächtigen Nichtdeutschen waren 4874 Asylbewerber beziehungsweise Flüchtlinge (plus 13,9 Prozent). Laut Englen waren davon allerdings 3354 Ermittlungen wegen ausländerrechtlicher Verstöße, "die unsere Sicherheit nicht beeinträchtigen". Der Rest waren Bedrohungen, Diebstähle oder Körperverletzungen. Im Vergleich zu deutschen Tatverdächtigen seien diese Zahlen hoch, aber sie seien im Vergleich zu 2016 gesunken, so Englen. Schwerkriminalität gab es bei Flüchtlingen "nahezu gar nicht".

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