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Gedämpfte Stimmung
Spricht von einer harten Wettbewerbssituation: Verbands-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann. Foto: dpa
29.05.2018 - 00:00 Uhr
Stuttgart (dpa) - Viel Bürokratie, zurückhaltende Kunden und der Niedergang vieler Innenstädte drücken die Stimmung der Einzelhändler in Baden-Württemberg. Das geht aus der Frühjahrs-Konjunkturumfrage hervor, die der Handelsverband gestern in Stuttgart vorgelegt hat. Gut jeder zweite teilnehmende Händler beklagt darin die Belastung durch Bürokratie als eines der Themen, das ihn derzeit am meisten beschäftigt. Kein anderes Thema wurde häufiger genannt. Im vergangenen Jahr hatte die Bürokratie noch auf Platz fünf gelegen.

Verbands-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann hatte schon zum Inkrafttreten der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung vergangene Woche den zusätzlichen bürokratischen Aufwand kritisiert. "Den Einzelhandel treffen diese Bürokratiemehraufwände gerade in der derzeitigen Wettbewerbssituation besonders stark", sagte sie.

Die Kaufzurückhaltung der Kunden - aktuell zweithäufigste Sorge der Händler - habe sich bereits auf die Geschäfte ausgewirkt, hieß es. Eine knappe Mehrheit von knapp 36 Prozent gab an, die Lage habe sich im zweiten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verschlechtert. Knapp 30 Prozent verzeichneten eine verbesserte Lage, beim Rest hatte sich nichts verändert.

Für das erste Halbjahr 2018 erwartet knapp die Hälfte der Befragten, dass sich nichts an der Geschäftslage ändert. Knapp 27 Prozent rechnen mit besseren Geschäften, knapp 25 mit schlechteren.

Um die Aussichten für alle Händler zu verbessern, forderte der Verband, dass mehr Geld dafür in die Hand genommen wird, um den Aufenthalt in den Innenstädten angenehmer zu machen. Es gehe nicht um riesige Investitionen, betonten Hagmann und auch Verbandspräsident Hermann Hutter. Es sei aber eine öffentliche Aufgabe, eine schöne Atmosphäre, Sicherheit und Sauberkeit in den Innenstädten zu schaffen.

Laut Statistik stieg der Umsatz im baden-württembergischen Einzelhandel insgesamt im ersten Quartal unterdurchschnittlich. Das reale, also preisbereinigte Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag bei 1,1 Prozent. Bundesweit waren es in diesem Zeitraum 1,6 Prozent. Wegen des Dreikönigstags im Januar hatte der Südwesten allerdings einen Verkaufstag weniger.

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