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Das Ende der Leinwand als Anfang des Kinos der Zukunft?
In Esslingen wird ein Kinosaal mit LED-Wand präsentiert. Foto: dpa
09.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Nico Esch

Esslingen - Es wäre ein Abschied vom Herzstück des Kinos - und zugleich soll es dessen Zukunft sein. Ein Filmtheater, das ohne Leinwand und Projektor auskommt, könnte den Betreibern neue Möglichkeiten für die Nutzung ihrer Säle verschaffen. Zumindest, wenn es nach dem Hersteller Samsung geht, der die Technik entwickelt und jetzt erstmals in Deutschland vorgestellt hat.

Im "Traumpalast" in Esslingen bei Stuttgart werden Filme künftig nicht mehr auf einen weißen Hintergrund projiziert, sondern laufen zumindest in einem der Säle auf einem knapp 56 Quadratmeter großen, von selbst leuchtenden LED-Screen. Der Hersteller nennt die Wand aus 26 Millionen Leuchtdioden ganz unbescheiden das "Kino der Zukunft".

"Weit mehr als eine Million Euro" haben "Traumpalast"-Betreiber Heinz Lochmann und Sohn Marius in die Neugestaltung ihres Kinosaals investiert. Etwa drei Wochen haben Entkernung und kompletter Neuaufbau gedauert, an Planung und Installation der LED-Wand waren nach Angaben der Firma auch Ingenieure aus der Samsung-Heimat Südkorea beteiligt. Bisher gebe es nur diese eine in Deutschland und einige wenige in Asien, den USA und in der Schweiz. Weitere seien aber in Arbeit, sagt Samsung-Manager Martin Groß.

Erwartungsgemäß wirbt der Technologiekonzern mit einem noch einmal deutlich besseren Bild im Vergleich zur aktuellen Projektionstechnik. Die Kinobetreiber will Samsung aber vor allem auch mit wirtschaftlichen Aspekten für sich gewinnen. Kein Projektor bedeute: kein Vorführraum - und damit mehr Platz für mehr Kinosessel, dazu mehr Freiheit bei der Gestaltung des Saals und keine Folgekosten zum Beispiel für Ersatzteile für den Projektor.

Was so eine LED-Wand kostet, verrät Samsung zwar nicht. Das hänge stark vom Einzelfall ab, heißt es. Aber wer sie einmal habe, könne sie theoretisch elf Jahre lang Tag und Nacht laufen lassen - ohne weitere Kosten, abgesehen vom Strom natürlich. Einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb wird wohl keiner anstreben. Grundsätzlich geht Groß aber schon davon aus, dass eine LED-Wand öfter laufen und damit helfen könne, einen Kinosaal besser auszulasten als bisher - mit Firmenevents, Präsentationen, Vorträgen, aber auch Computerspiel-Wettbewerben (eSports) mit Profi-Gamern und Publikum. Dass eine alternative Nutzung für viele Betreiber durchaus ein Thema, aber bei weitem noch kein ernstzunehmender Umsatzbringer ist, hatte der Hauptverband Deutscher Filmtheater schon 2015 festgestellt.

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