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Wer auf Rituale verzichtet, riskiert seine Gesundheit
Wer auf Rituale verzichtet, riskiert seine Gesundheit
25.07.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (nof) - "Jung sterben, aber so spät wie möglich, das wollen wir doch alle", sagt Prof. Curt Diehm. Doch als Ärztlicher Direktor der Max-Grundig-Klinik weiß er: Die Lücke zwischen dem Anspruch auf ein langes, fittes Leben und der tatsächlichen körperlichen sowie seelischen Gesundheit vieler Menschen klafft weit auseinander. Fast 60 Prozent der Führungskräfte seien übergewichtig, jeder Fünfte habe erhöhte Zucker- und Insulinwerte, jeder Dritte einen erhöhten Blutdruck.

Als Gastreferent der Wirtschaftsregion Mittelbaden gab Diehm in der Veranstaltungsreihe "Kampf um die Köpfe" am Montagabend Tipps, wie man auf sich achtet und wie man selbst zu einem gesunden Lebensstil finden kann. "Gesundheitsmanagement und Prävention" war der Abend in der Max-Grundig-Klinik betitelt, ein Thema, das Führungskräfte genauso angehe wie die Mitarbeiter, sagte Landrat Jürgen Bäuerle einleitend: "Denn hoher Arbeitsdruck, ständige Erreichbarkeit und große Leistungserwartungen belasten Verantwortungsträger und Personal gleichermaßen."

Nach WHO-Berechnungen werden 2020 Herz-Kreislauferkrankungen die Todesursache Nummer eins sein, sagte Diehm. Nicht mit Zwängen, sondern gesunden Ritualen als wichtige Koordinaten im Alltag und magischem Halt in einer schnelllebigen Zeit gelte es gegenzusteuern: "Wer auf Rituale verzichtet, riskiert seine Gesundheit." Doch was tun? "Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutdruck und Pulsschlag", rät der Internist, "verzichten Sie auf Energy-Drinks, und seien Sie achtsam, wenn Sie Schnarcher sind." In der Nacht und morgens steige das Herzinfarktrisiko. Eine gesunde, mediterrane Ernährung gehöre dazu, sagte Diehm und erklärte: "Vegetarier sind nicht allein deshalb gesünder, weil sie auf Fleisch verzichten. Sie haben an sich einen gesünderen Lebensstil. Sie rauchen seltener, trinken weniger Alkohol und bewegen sich in der Regel mehr." Dreimal die Woche 30 Minuten Bewegung: Laufen, Walken, Schwimmen, Radfahren oder am besten Tanzen, empfahl Diehm und: "Treppe statt Lift sowie Gartenarbeit." Aktuell im Trend sei die "Wiederentdeckung des Waldes": "Er hat gesundheitsfördernde Wirkung. Es ist faszinierend zu sehen, was mit uns im Wald passiert." Auch Grüner Tee und Chia-Samen seien sehr gut, Kaffee kein Problem und sieben Stunden Schlaf in der Nacht ideal. Beim "Anti-Aging" seien soziale Kontakte sehr hilfreich und Tatsache sei: "Verheiratete sind glücklicher als Singles." Eine Garantie für ein langes, gesundes Leben gab Diehm natürlich nicht, aber bestimmte Lebensweisen erhöhten eben die Wahrscheinlichkeit dafür.

Landkreis-Dezernent Claus Haberecht dankte Diehm für den "authentischen, provokanten und unterhaltsamen Vortrag" und fragte nach Beispielen aus der Praxis, was Firmen für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter tun. Heel-Personalchef François Dugimont verwies auf Gesundheitschecks für Führungskräfte, aber auch auf Trainingsangebote und Seminare für Beschäftigte. "Wir versuchen, die Mitarbeiter zu Gesundheitsbewusstsein zu bewegen." Die Krankenquote sinke gegen den Trend. Wolfgang Hoffarth, Geschäftsführer des Badischen Tagblatts, richtete den Blick auf die räumlichen Möglichkeiten am künftigen Standort des Verlags in Oos-West. "Gesundheitsvorsorge in der Natur" und eine Gymnastikgruppe möchte er beispielsweise etablieren. Und Matthias Jurytko, Leiter des Gaggenauer Benzwerks, verwies auf ein Gesundheitsmanagementsystem. So könne jeder Mitarbeiter auf freiwilliger Basis einen Gesundheitsscheck absolvieren. Ein Fitness-Parcours an der Murg sei errichtet. "Da muss der Chef natürlich mit gutem Beispiel vorangehen. Wichtig ist uns, dass die Mitarbeiter gesund älter werden."

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