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Leichte Kost an heißen Tagen
Den Körper bei der Hitze zu überfordern, sollte vermieden werden.  Foto: dpa
27.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Marius Merkel

Baden-Baden - Hitze, Hitze, Hitze. 30 Grad und mehr gehören in diesen Tagen zum Programm. Verantwortlich dafür ist das Hoch Helmut. Prof. Hans Weidenbach, Chefarzt für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin am Klinikum Mittelbaden in Balg, erklärt, auf was an den heißen Tagen zu achten ist.

Viel trinken: Bei hohen Temperaturen sollte man grundsätzlich viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Flüssigkeit kalt oder warm ist. Sollte sie jedoch kalt sein, sollen große Mengen nicht innerhalb kurzer Zeit getrunken werden, weil dies zu einer Kreislaufreaktion führen kann. Im schlimmsten Fall kann der Durstige für eine kurze Zeit die Besinnung verlieren.

Leicht verdauliche Speisen: Sollte zu der Belastung durch die Hitze noch ein großes Festessen kommen, belastet das den Körper zusätzlich, weil er für die Verdauung Blut benötigt. Es ist also ein guter Rat, bei heißem Wetter eher mäßig zu essen und leicht verdauliche Speisen zu bevorzugen.

Ältere Menschen: Sie sind gefährdet durch zusätzliche Erkrankungen wie Niereninsuffizienz oder erhöhten Blutdruck. Durch Hitze kann das labile Gleichgewicht der Gesundheit aus dem Tritt geraten. Deshalb sollten ältere Menschen auf eine ausreichende Trinkmenge achten, die abgestimmt mit ihren körperlichen Beschwerden sein sollte. Bei einer bekannten Herzschwäche besteht immer die Gefahr, dass durch eine zu hohe Trinkmenge die Herzschwäche verschlechtert wird.

Körperliche Anstrengung: Starke körperliche Anstrengung bei Hitze kann zu einer Kreislaufüberlastung führen. Es sollte deshalb vermieden werden, sich körperlich zu überfordern. Im Rahmen von sportlichen Wettkämpfen muss zusätzlich getrunken werden oder der Körper durch Übergießen mit Wasser eine Kühlung erhalten.

Sonnenbad: Ein langer Aufenthalt in der Sonne mit ungeschützter Haut führt zu Hautschäden und Sonnenbrand. Der beste Schutz gegen Sonnenbrand ist eine Bedeckung der Haut mit Kleidung und einem Hut. Zusätzlich ist die Verwendung von Sonnenschutzmitteln nötig. Diese reduzieren die eindringende UV-Strahlungsmenge um den Faktor, der auf den Präparaten angegeben ist.

Typische Hitzeerkrankungen: Neben den Belastungen des Kreislaufs durch Hitze und dem Sonnenbrand gibt es den Sonnenstich. Durch längere Sonneneinstrahlung kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Unruhe kommen. Die Erkrankung kann bis zur Bewusstlosigkeit eskalieren. Typischerweise tritt ein Sonnenstich erst Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne auf, so dass der Zusammenhang nicht immer ersichtlich ist. Weiterhin kann es zu starken Verschiebungen der Körpersalze kommen, so dass ein Muskelkrampf eintritt. Auch ein Hitzeschlag ist möglich. Sollte es durch äußerliche Temperatur und körperliche Anstrengung zu einem Anstieg der Körperkerntemperatur über 40 Grad kommen, kommt es zu einer Überhitzung des gesamten Körpers mit einem lebensbedrohenden Krankheitsbild. Meistens in Kombination hohe Körpertemperatur, Bewusstseinstrübung, Müdigkeit bis Bewusstlosigkeit. In diesen Fällen muss der Betroffene aus der Sonnenbestrahlung in den Schatten gebracht werden. Neben der Benachrichtigung eines Notarztes ist eine Schocklage einzunehmen. Bei bewusstlosen Patienten muss eine stabile Seitenlage eingeleitet werden.

Kühlung ist empfehlenswert: Sollte ein Sonnenbrand entstanden sein, liegt eine oberflächliche Hautverbrennung vor. Ein absoluter Schutz der Haut vor weiterer Sonnenbestrahlung ist wichtig. Eine Kühlung der Haut ist deshalb empfehlenswert, bei starken Schmerzen kann es notwendig sein, Medikamente zur Entzündungshemmung einzunehmen. Sollten sich Blasen bilden, sollten diese nicht eröffnet werden. Bei starker Blasenbildung ist ein Arzt aufzusuchen.

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