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"Zeitreise im Landschaftspark der Zukunft"
07.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Sabine Zoller

Baiersbronn - Der Siegerentwurf des Büros "Planstatt Senner für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" aus Überlingen überzeugte die Jury im Ideenwettbewerb zur Gestaltung der Landesgartenschau 2025 in Freudenstadt und Baiersbronn.

"Wir haben eine gute Wahl getroffen", urteilte der Freudenstädter Oberbürgermeister Julian Osswald (CDU) in Baiersbronn bei der Vorstellung des Siegerentwurfs von Johann Senner. Aus sechs eingereichten Arbeiten hatte die Jury, bestehend aus externen Fachleuten und Vertretern beider Kommunen, dem Konzept des Landschaftsarchitekten den Vorzug gegeben. Zweck des Wettbewerbs war es, mit einem "Masterplan" eine übergreifende Idee für das gesamte Forbachtal als Verbindungsachse zwischen den beiden Kommunen zu finden und für eine künftige Entwicklung zu inszenieren.

Ausschlaggebend für den Zuschlag des mit 35000 Euro dotierten Wettbewerbs seien die vielschichtigen Facetten eines Mobilitätskonzepts gewesen, bei dem Besucher die Gartenschau aus einer Perspektive von 150 bis zu einem Meter Höhe über dem Niveau des Flüsschens Forbach betrachten können. Mit der Planung einer über acht Kilometer langen Seilbahn wäre das nicht nur die längste Seilbahn Baden-Württembergs, sondern auch ein "Himmel überspannendes Projekt", das die drei zentralen Orte der Gartenschau (Freudenstadt, Baiersbronn und Friedrichstal) verbindet.

Unter dem Motto "Black to blue" erklärte Senner sein Konzept, das er mit seinen Mitarbeitern in rund 1000 Stunden Arbeit "aus der Landschaft herausgelesen" habe. Die Aufgabe war nicht einfach, denn eine Gartenschau mit zwei Kommunen entlang eines sieben Kilometer langen Talraums mit 300 Meter Höhenunterschied zu konzipieren, erfordert Mut. Seine Idee begründete Senner damit, dass der Schwarzwald nicht nur black, also schwarz und düster, sei. Für ihn liegen Freudenstadt und Baiersbronn in einer fantastischen Naturlandschaft, die schon früh von der Wasserkraft des Forbachs profitierte. Um den Erzabbau voranzutreiben, entstanden Bergwerke. Auch Loren, Grünräume, Wasserwelten, Mühlen und Tuchfabriken sind mit der Schwarzwaldlandschaft verwoben. Diese kulturhistorischen Besonderheiten sollen Ausgangspunkt einer Zeitreise werden, die auf der Gartenschau den Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft gleichermaßen richtet.

"Black to blue", das als Wortspiel auch ausländische Gäste lockt, soll durch einen geschwungenen, drei Meter breiten Panoramaweg erlebbar gemacht werden. Mit der neu geschaffenen Verbindung der beiden Orte stehen auf einzelnen Wegabschnitten Natur und Wasser im Fokus. Senner, der den Fluss als "Steckdose der Schwarzwälder" bezeichnet, weil Menschen seine Energie nutzten, ist davon überzeugt, dass sich die alten Mühlenkanäle, Ufer- und Sohlbefestigungen im Einklang mit der Wasserrahmenrichtlinie der EU und des Hochwasserschutzes in ein "Weltkulturerbe" einflechten und durch neue Wassererlebnisse ergänzen lassen. Passend zum Gesamtkunstraum soll "Kunst in der Landschaft" helfen, die "Landschaft zu lesen".

Für Michael Ruf (parteilos), Bürgermeister von Baiersbronn, ist noch kein endgültiges "Masterplankonzept" erreicht. Der finale Beschluss werde am 24. September im gemeinsamen Gremium der Gemeinde Baiersbronn und der Stadt Freudenstadt gefällt. Dann "geht die Arbeit erst richtig los".

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