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Rheinbrücke Karlsruhe: Baubeginn verschiebt sich weiter
16.08.2018 - 00:00 Uhr
Karlsruhe (win) - Der Sanierungsbeginn der Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth verschiebt sich weiter. Als neuer Termin wird jetzt Ende Oktober anvisiert, Bauende soll weiter im Dezember 2019 sein. Eine Baupause im Januar und Februar soll entfallen. Wie das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe gestern im Rahmen eines Pressegesprächs mitteilte, schaffen es die beauftragten Firmen bisher nicht, die geforderte Qualität des hochfesten Betons nachzuweisen.

Zwar gab es deutliche Verbesserungen, die Erwartungen konnten aber auch bei einer zweiten Musterfläche nicht erfüllt werden. Mit einer dritten Fläche sollen nun alle Vorgaben erfüllt werden, ehe dann die eigentliche Probeplatte hergestellt wird.

"Qualität geht vor Geschwindigkeit", begründet Jürgen Skarke vom RP die neuerliche Verschiebung. Es gebe keinerlei Zeitdruck, ein erhöhtes Sicherheitsrisiko oder negative Begleiterscheinungen ergeben sich aus den Verzögerungen nicht. "Der Verkehr rollt ohne Einschränkungen über die Brücke und das wird auch bis zum Beginn der Arbeiten so bleiben."

Ende September, so der momentane Zeitplan, soll die rund 200 Quadratmeter große Probeplatte hergestellt werden - unter Bedingungen, wie sie später auch auf der Brücke herrschen. Klappt alles, könnten Ende Oktober die eigentlichen Arbeiten beginnen.

Wie berichtet, soll die Rheinbrücke mit Hilfe von ultrahochfestem Beton fit für die Zukunft gemacht werden. Bisher trägt allein eine nur zwölf Millimeter dicke Stahlplatte die Last der mehr als 80000 Fahrzeuge, die täglich über die Brücke rollen. Eine rund 65 Millimeter dicke Asphaltdecke dient als Schutzschicht ohne statische Funktion. Dies soll sich mit dem Einbau des ultrahochfesten Betons ändern. Mit Hilfe einer Haftschicht sollen Stahl und Beton zu einem tragenden Element "verschmolzen" werden, die Belastbarkeit der Brücke würde sich deutlich erhöhen. Positiver Nebeneffekt: Auch die Straßenoberfläche wäre stabiler, die Brücke müsste künftig deutlich seltener saniert werden.

Knackpunkt ist, dass die Ertüchtigung einer Brücke mit ultrahochfestem Beton in dieser Größenordnung in Deutschland noch nie angewandt wurde. Eine kleinere Brücke in Beimerstetten (Alb-Donau-Kreis) mit 300 Quadratmetern diente vor einigen Jahren als Pilotprojekt. Auf der Rheinbrücke müssen 8000 Quadratmeter erneuert werden. Da der Beton sehr trocken ist, kann er nicht gepumpt werden, sondern wird über ein Förderband zum sogenannten Betonfertiger transportiert und dort auf die Oberfläche verteilt. Erheblich höheren Aufwand erfordert auch die anschließende Verdichtung. Immerhin wurden rund 85 Prozent der geforderten Druckfestigkeit von 105 Tonnen pro 100 Quadratzentimeter erreicht. "Wir sind überzeugt, dass das richtige Verfahren zum Einsatz kommt", lässt Jürgen Genthner, Leiter des Baureferats Mitte, keine Zweifel aufkommen.

Das Interesse der Fachwelt ist enorm. Mehrere Universitäten und Institute verfolgen die Arbeiten. Bundesweit gibt es mindestens ein halbes Dutzend ähnlicher Brücken, die in den kommenden Jahren ertüchtigt oder ersetzt werden müssen.

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