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Gelbfüßler-Pralinen - ein süßer Gruß aus Karlsruhe
Geld will Hobby-Bäcker Thomas Kessel mit seiner Kreation nicht verdienen. Foto: Knopf
21.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Volker Knopf

Karlsruhe - Thomas Kessel ist ein echter Grenzgänger. Der Karlsruher arbeitet in der strategischen Planung bei BASF in Ludwigshafen. Als studierter Musiker war er viele Jahre Leiter eines Kirchenchors im pfälzischen Wörth. Und nun kommen wir zu einem weiteren Steckenpferd des Familienvaters. Er ist Hobby-Bäcker und experimentiert gerne mal in der heimischen Küche.

"Wir hatten mal einen kulinarischen Abend beim Chor in Wörth. Jeder brachte eine Spezialität aus seiner Heimat mit. Bei den Pfälzern gab es Saumagen, die Schwaben machten Spätzle, die Rheinländer Sauerbraten. Ich war für das Dessert zuständig. Also dachte ich mir Pralinen in Form kleiner gelber Füße aus, die mit Himbeeren - für Rot - und Passionsfrucht - für Gelb - garniert waren, die für die badischen Farben stehen. Und fertig waren meine Gelbfüßler-Pralinen", gesteht er schmunzelnd.

Historisch gehen die "Gelbfüßler" auf das badische Regiment im 18. Jahrhundert zurück, das gelbe Gamaschen trug. Auch heute noch wird die Titulierung bekanntlich gerne als leicht spöttische Bezeichnung für den badischen Volksstamm genutzt.

Die Pralinen kamen in Wörth hervorragend an. Also perfektionierte Kessel die Naschereien gemeinsam mit dem befreundeten Konditor Mario Köhler aus Ubstadt-Weiher. Der 38-Jährige aus dem nördlichen Karlsruher Landkreis stand schon im Team der deutschen Koch-Nationalmannschaft als Patissier. Gemeinsam verfeinerten sie das Rezept über mehrere Jahre und nannten die Schokolade schließlich "Badens Herz auf der Zunge".

Bei einem Auftritt als Musiker kam Kessel auf der Touristik-Messe CMT mit den Tourismus-Experten der Fächerstadt ins Gespräch. Diese meinten, dass seine Pralinen hervorragend ins Sortiment der Touristik-Information passen würden. Und seit einiger Zeit gibt es nun die "schokoladigen Füße" sowohl in der Karlsruher Tourismus-Information am Hauptbahnhof als auch in der Konditorei von Mario Köhler. "Wir haben viel experimentiert. Das lief alles neben dem Tagesgeschäft. Wir haben uns dann für eine cremige belgische Schokolade entschieden", berichtet Köhler. Inzwischen sind die Geldfüßler patentrechtlich geschützt. Jeder Packung sind Sinnsprüche beigelegt, die auf "badisch" übersetzt wurden.

Eines ist dem 47-Jährigen ganz wichtig: Die Pralinen, die ohne Konservierungsmittel und künstliche Aromen auskommen, laufen für die Macher auf Non-Profit-Basis. Gewinne sollen keine erzielt werden. 20 Prozent des Erlöses werden an die "Karlsruher Tafel" gespendet.

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