http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Sommerschulen erstmals auch für Grundschüler
Auch das Baden-Badener Festspielhaus beteiligt sich mit theater- und musikpädagogischen Angeboten. Foto: dpa/av
22.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Brigitte J. Henkel-Waidhofer

Baden-Baden/Stuttgart - Ein Erfolgsprojekt geht in die nächste Runde: Erstmals kommen zum Ferienende im Land auch Kinder unter zehn Jahren in den Genuss kostenloser Nachhilfe. Baden-Baden spielt eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung des Konzepts der Sommerschule. Gleich mehrere Schulen kooperieren mit dem Festspielhaus. Es werden nicht nur Wissenslücken geschlossen, sondern es wird auch gespielt, getanzt und gesungen. Kultusministerin Susanne Eisenmannn (CDU) lobt das "besondere Engagement" und die innovative Herangehensweise.

Zwischen acht- und neuntausend Kinder und Jugendliche kamen seit 2001 in die eigens für sie entwickelten Programme im Festspielhaus. Jetzt wird das Angebot erweitert, um die gezielte Unterstützung von aufgrund ihres Förderbedarfs ausgewählten Grundschülern. Der nachzuholende Lernstoff wird kombiniert mit theater- und musikpädagogischen Elementen, und mi besonderen Aufgaben, etwa die Berechnung des Materials, das für Kulissen gebraucht wird. "Am Ende steht eine Aufführung", erläutert der Sprecher des Festspielhauses, Rüdiger Beerman. Zum Beginn der Sommerschulwoche am 4. September wird Eisenmann zu einem Besuch erwartet.

Die Ausweitung wird von der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg wissenschaftlich begleitet. Eisenmann will herausfinden lassen, unter welchen Rahmenbedingungen jüngere Kinder in Sommerschulen erfolgreich unterstützt werden können. Seit dem Schuljahr 2010/2011 liegen einschlägige Erkenntnisse für ältere vor, nachdem die damalige Kultusministerin Marion Schick (CDU) den neuen Förderweg ab der Sechsten eröffnete.

In Baden-Baden haben das Richard-Wagner-Gymnasium und die Klosterschule vom Heiligen Grab gute Erfahrungen gemacht. Lücken werden geschlossen und damit - im Erfolgsfall - Motivation und Selbstvertrauen gesteigert.

Diesmal bieten weiterführende Schulen an 33 Standorten landesweit die Möglichkeit, in kleinen Gruppen Stoff aus den Fächern Deutsch, Mathematik oder Englisch nachzuholen oder zu vertiefen. Außerdem haben Vereine, Verbände und außerschulische Partner Kooperationen angeboten, etwa die Landesakademie für Schulkunst, Schul- und Amateurtheater Schloss Rotenfels in Gaggenau, die Ökostation in Freiburg, die Bergschule Kleinwalsertal oder eben das Festspielhaus in Baden-Baden.

Neu ist zudem die Aufnahme Beruflicher Gymnasien in Programm, und zwar an sechs ländlichen Standorten. Der zuständige Minister Peter Hauk (CDU) sieht dies auch als Teil der "Willkommenskultur" - dank einer individuellen Leistungsförderung und in Kooperation mit Unternehmen. Das Angebot könnte einen "wertvollen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Standorte und damit zur Fachkräftesicherung im Ländlichen Raum leisten". Für vergleichsweise wenig Geld übrigens, denn die Schulen bekommen jeweils 5000 Euro Sachkostenzuschuss und sechs Anrechnungsstunden, im Fall von Baden-Baden insgesamt 21000 Euro.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Rastatt
--mediatextglobal-- Die Tage der Gartennutzung auf den städtischen Grundstücken zwischen Bittlerweg und Murgdamm sind gezählt. Bis zum 10. November müssen sie geräumt sein.  Foto: Melcher

21.08.2018
Kündigung für Gartenpächter
Rastatt (dm) - Die Stadt Rastatt will Tabula rasa machen auf ihren Grundstücken zwischen Bittlerweg und Murgdamm. Zwölf Pächtern, die dort der (Klein-)Gärtnerei nachgehen, ist die Kündigung zum 10. November ins Haus beziehungsweise in die Gartenhütte geflattert (Foto: dm). »-Mehr
Berlin
--mediatextglobal-- Auf dem Land sind die Wege mitunter weit. Steinmeier sucht nun diese Orte auf.  Foto: dpa

21.08.2018
Steinmeier zieht es aufs Land
Berlin (red) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will den ländlichen Raum bereisen. Unter dem Motto "Land in Sicht - Zukunft ländliche Räume" (Symbolfoto: dpa) besucht er abgelegene Regionen und will dort mit Menschen ins Gespräch kommen. Er beginnt in Brandenburg. »-Mehr
Bühl
--mediatextglobal-- Günter Dußmann (Mitte) erläutert den Gästen aus Calgary Pflege und Instandhaltung der Atemschutzgeräte.  Foto:  Berger

21.08.2018
Profis aus Kanada bei der Feuerwehr
Bühl (red) - Selbst Feuerwehrprofis aus Kanada können noch etwas von den Bühler Kollegen lernen. So geschehen bei einem Besuch der Berufsfeuerwehrleute Mary Fischer und David Storwick aus Calgary am Stützpunkt der Bühler Feuerwehr. Sie blieben dreieinhalb Stunden (Foto: fw). »-Mehr
Rastatt
´Idealer Naturerlebnis- und Naherholungsraum´

20.08.2018
Viel zu erleben bei den Naturfreunden
Rastatt (sawe) - Im zweiten Teil der Serie "Leben am Fluss" geht es um die Naturfreunde Rastatt, die in und um ihr Clubhaus, direkt an der Murg gelegen, den Fluss und sein Umfeld erfahrbar machen. Auf dem großzügigen Vereinsareal herrscht fast immer lebendiger Trubel (Foto: sawe). »-Mehr
Sinzheim
Unt(s)erdorf soll schöner werden: Mit diesem Wortspiel ist der Wagen des Straßenfesttaxis beschriftet. Fotos: Privat

20.08.2018
Kartung feiert 40 Jahre Straßenfest
Sinzheim (cri) - Die besondere Gemeinschaft ist es, die Kartung von Dörfern vergleichbarer Größe unterscheidet. Und was diese Gemeinschaft jedes Jahr mit dem Kartunger Straßenfest (Foto: pr) auf die Beine stellt - seit 40 Jahren. Das nächste findet am 25. und 26. August statt. »-Mehr
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Mit einer umfangreichen Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen möchte die Stadt Mannheim die Innenstadt sicherer machen. Sollte es mehr Videoüberwachung in Städten geben?

Ja.
Nein.
Ist mir egal.

http://www.karlsruhe.ihk.de/handelsregister
Wetter in Mittelbaden


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1