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Fröhliche Spitzen gegen den Zeitgeist
Wiederaufnahme: 'Tatort'-Star Richy Müller ist im November wieder in 'Rain Man' zu erleben.  Foto: Philip Moenckert
08.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Nike Luber

Das Kammertheater Karlsruhe ist auf die neue Spielzeit vorbereitet. 2018/2019 werden fröhliche Spitzen gegen die Auswüchse des Zeitgeistes ausgeteilt, ob es um Männer in der Midlife-Crisis, die Latte Macchiato-Mütter im hippen Berlin oder Dating-Portale im Internet geht. Die erste Premiere der neuen Spielzeit heißt "Wir sind mal kurz weg", was nicht zufällig an Hape Kerkelings Buch erinnert. Ab dem 21. September geht es im K2, sozusagen dem Kleinen Haus des Kammertheaters, um Selbstfindung auf dem Jakobsweg. "Vier verlorene Herren finden den Weg nicht mehr", so fasst Ingmar Otto, der Intendant des Kammertheaters, das Stück zusammen. Eva Brunner, die sich bereits mit der Inszenierung von "Spanisch für Anfängerinnen" als Kennerin der männlichen Psyche und pointensichere Regisseurin erwiesen hat, bringt hier die vier Männer auf den Weg beziehungsweise auf die Bühne.

Im November folgt im K2 "Mamma Macchiato", ein satirisches Musical über bewusst lebende Hipster und Mütter, die gegen Fleisch, Gluten und andere "böse" Lebensmittel kämpfen. Ein Berliner Café entwickelt sich zum Szenetreff dank eines besonders leckeren Macchiato. Der enthält eine geheime Zutat, Grundlage seiner Beliebtheit. Doch diese Zutat würde all diese gesundheitsbewussten Menschen erschauern lassen. Ingmar Otto bezeichnet das Musical, das bisher in Hamburg und Berlin gespielt wurde, als "bitterböse Persiflage auf angesagte Lebensformen".

Im Dezemberstück "Weihnachten auf dem Balkon" werden sozusagen von außen zwei benachbarte Familien und ihre aus dem Ruder laufenden Weihnachtsfeiern beobachtet. Sechs Darsteller spielen zwölf Rollen, vom dreijährigen Kind bis zum Opa, der sich zum Kiffen zurückzieht, während zum Fest-Menü finstere Familiengeheimnisse serviert werden. Tayfun Baydar ("GZSZ") und Susanne Pätzold ("Switch Reloaded") gehören zum Ensemble dieser Produktion.

Über Silvester und Neujahr ergründet das Kammertheater die Geheimnisse von "Dinner for one". Wer waren eigentlich die verstorbenen Herren, die alljährlich von Butler Freddy dargestellt werden?

Im Februar stehen gleich zwei Premieren an. Im K2 geht es in "Glorious" um die berühmteste schlechte Sängerin der Welt, um Florence Foster Jenkins. Sie hatte weder Stimme noch Gehör, aber Begeisterung und Geld, und so wurden ihre Konzerte im New York der 1940er Jahre Kult. Eva Brunner übernimmt die Rolle der eigensinnigen Heldin, die in "Glorious" durch die Augen ihres Pianisten gesehen wird, der nach erstem Entsetzen anfängt, sie zu mögen...

"Achtung Deutsch!" klingt militärisch, aber es geht um eine Studenten-WG, die als "Familie Schlüter" eine günstige Unterkunft im sozialen Wohnungsbau gefunden hat. Als sich das Amt zur Überprüfung ankündigt, müssen Rudi aus Österreich, Virginie aus Frankreich, Enzo aus Italien und Tarik aus Syrien eine "normale" deutsche Familie darstellen. Aus internationalen Missverständnissen schlägt Regisseur und Kabarettist Jochen Busse komödiantische Funken.

Ingmar Otto schreibt das Stück für die letzte Premiere der kommenden Spielzeit selbst. Ab dem 5. April geht es um die Suche nach Liebe und das Gefälle zwischen der virtuellen Welt und der Realität. In seinem Stück will Otto die Geschichten von sechs Personen ineinander verweben.

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