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Schwarzfahrer: Boris Palmer legt nach
10.09.2018 - 00:00 Uhr
Tübingen (lsw) - In der Debatte um eine angeblich hohe Zahl an Schwarzfahrern unter Flüchtlingen hat der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne, dpa-Foto) nachgelegt. "Es gibt ein Problem und es ist nicht harmlos", schrieb Palmer am Samstag auf Facebook. Er reagierte damit auf Informationen der Bahn, wonach es keine Häufung gebe.

Dagegen schrieb Palmer auf Facebook: "Von insgesamt 30800 Fällen, die bei der Polizei angezeigt wurden, waren 6800 Asylbewerber. Also 22%. Zahlen für BW 2017." Er wies Vorwürfe zurück, dass er ein "Brandstifter" sei: "Ist es Brandstifterei, Probleme, die jeder sehen kann, mit objektiven Fakten zu benennen und Lösungen vorzuschlagen?"

Der Politiker hatte vorgeschlagen, den Nahverkehr für Flüchtlinge als Sachleistung einzustufen. "Das heißt, alle Flüchtlinge erhalten einen Fahrschein für den Nahverkehr am Wohnsitz. Dafür werden ca. 20 Euro von der Geldleistung abgezweigt. Das Problem wäre (...) gelöst", schrieb Palmer weiter. Der Grünen-Politiker steht parteiintern immer wieder in der Kritik wegen seiner Äußerungen über Flüchtlinge.

Die Deutsche Bahn sieht das Thema nach Zeitungsberichten anders als Palmer. "Eine Häufung können wir nicht bestätigen", sagte ein Bahnsprecher der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Die Erfahrung zeige, "dass die meisten Flüchtlinge und Asylbewerber ganz regulär Fahrkarten kaufen".

Auch Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hatte Palmer bereits zuvor widersprochen: "Im Großen und Ganzen können wir nicht nachvollziehen, dass das Schwarzfahren von Flüchtlingen so ein gewaltiges Problem wäre, wie Herr Palmer das festgestellt hat."

Dazu meinte Palmer nun: "Die Bahn kann also ,nicht bestätigen', dass Asylbewerber gehäuft schwarzfahren. Das heißt erst mal: Sie hat das ignoriert. Denn sie sagt auch nicht, dass das falsch ist." Dagegen gebe es Zugbegleiter, die seine These bestätigt hätten.

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