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Es weht ein rauer Wind
Mit einer Aktion auf dem Kirchplatz St. Stephan machen Studenten auf die Wohnungsnot aufmerksam. Foto: Heck
15.09.2018 - 00:00 Uhr
Karlsruhe (win) - Wie immer, wenn es Herbst wird, suchen auch in diesem Jahr zu Beginn des Wintersemesters Tausende Studierende in Karlsruhe ein Dach über dem Kopf. Rund 9000 "Erstis" beginnen in diesen Tagen ihr Studium, die meisten treffen dabei zuerst auf einen ziemlich abgegrasten Wohnungsmarkt. Lediglich 2300 Wohnheimplätze für rund 40000 Studenten kann das Studierendenwerk anbieten, es ist kaum mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

"Wir könnten sofort weitere 1000 Wohnheimplätze füllen", sagt Michael Postert vom Studierendenwerk. Nur 1000 bis 1200 Plätze können alljährlich neu vergeben werden, der Rest der Erstsemester muss auf den privaten Wohnungsmarkt verwiesen werden - und dort weht inzwischen ein ziemlich rauer Wind. Mit Horrorzahlen wie München, wo WG-Zimmer inzwischen über 500 Euro monatlich kosten, hat man in Karlsruhe zwar noch nicht zu kämpfen, doch auch in der Fächerstadt werden inzwischen durchschnittlich knapp 370 Euro, umgerechnet 21 Euro pro Quadratmeter, verlangt. Ausreißer nach oben nicht ausgeschlossen. "Oft bewegen wir uns in einem Preissegment, das auch für junge Familien interessant ist", sieht Postert ein durchaus allgemeines Problem, neue Wohnheimplätze könnten jedenfalls Entlastung bringen. Auch wirken die Wohnheimplätze des Studierendenwerks, die durchschnittlich 235 Euro kosten, fast schon wie eine Mietbremse. Immerhin gibt es inzwischen Planungen, auf dem Campus-Ost des KIT ein neues Studentenwohnheim mit bis zu 240 Plätzen zu bauen, doch bis zur Fertigstellung dürften noch einige Jahre vergehen. Bis dahin bleiben dem Studierendenwerk und der Stadt, die die Studenten gerne als neue Einwohner begrüßen würde, nur der Weg über Aktionen wie "Dach gesucht", um neuen Wohnraum für Studierende zu akquirieren. Bis zum 28. September wird öffentlichkeitswirksam auf dem Kirchplatz St. Stephan, mitten in der Stadt, auf die Not der Studenten aufmerksam gemacht. Notbetten sind aufgebaut, in einem Pavillon stehen Ansprechpartner bereit, und aktuelle Wohnungsangebote sind hier ganz traditionell am schwarzen Brett angepinnt.

Gesucht werden leerstehende Zimmer und verstaubte Einliegerwohnungen, oder es wird damit geworben, dass künftige Mitbewohner durchaus auch im Haushalt mithelfen können. Vor allem bei älteren Menschen kommt dieses Angebot gut an.

Gesucht wird dabei nicht nur in Karlsruhe, auch Wohnungen und WG-Zimmer in der Region sind gefragt. Wobei der Drang, eine Wohnung in Karlsruhe zu finden, aber klar überwiegt.

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