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Motto der Theatertage 2019: #draußen
Mit Elan dabei: Ulrich von Kirchbach, Nicola May, Margret Mergen, Festivalleiterin Annelie Mattheis und David Adler, der die Finanzen überwacht (von links).  Foto: Schultes
02.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Sabine Rahner

Es muss alles recht fix gehen: Für die Planung der 24. Baden-Württembergischen Theatertage 2019 bleibt dem Gastgeber - dem Theater Baden-Baden - nicht soviel Zeit wie sonst üblich, denn Intendantin Nicola May und Oberbürgermeisterin Margret Mergen sind vor einigen Monaten kurzfristig für Konstanz eingesprungen. Das dortige Theater war für das alle zwei Jahre stattfindende Theatertreffen längst ausgewählt gewesen, als es nach Querelen zur überraschenden Absage kam - die Stadt hatte den Vertrag des Intendanten Christoph Nix nicht verlängert. Baden-Badens Intendantin hat aber schon Erfahrung: Sie hat 2005 gleich in ihrer ersten Spielzeit quasi auch ihren Einstand mit den damaligen Theatertagen gegeben, die offenbar allen Beteiligten in guter Erinnerung geblieben sind. So einigte man sich im Baden-Badener Gemeinderat schnell darauf, die unerwartete Chance zu ergreifen und 90000 Euro zu investieren. Der Deutsche Bühnenverein gibt 77800 Euro dazu, vom Land kommen nochmals 167800 Euro.

Gestern nun wurde ein erster Plan des Festivals vorgestellt, das unter dem Motto #draußen (Hashtag draußen) antreten wird: Dabei soll das digitale Zeichen auf die erwünschte Vernetzung der Theatertage mit der Internetgemeinde wie auch den Bürgern der Stadt hindeuten. Wie Nicola May und die als Festivalleiterin extra eingestellte Annelie Mattheis gestern betonten, ist bei dem Wort "draußen" inhaltlich sowohl die schöne Seite von Freizeit und Natur mitgedacht als auch die dunkle Seite des Ausgegrenztseins. "Damit spiegelt #draußen die gegenwärtigen Debatten um eine offene und tolerante Gesellschaft wider - zwischen Heimat, Offenheit und Abschottung", so Nicola May. Das Thema sei auch in den aktuellen Theaterspielplänen allgegenwärtig, sagte Annelie Mattheis, die schon 2008 bis 2011 als Dramaturgin hier war und dabei das überaus erfolgreiche Festival "Fit fürs Abi" initiiert hat.

Viele Bühnen, kurze Wege

Wie nun die anderen Theater in Baden-Württemberg dieses Motto aufgreifen werden, ist noch nicht bekannt. Mattheis ist dabei, Angebote zu sammeln und sich Aufführungen anzusehen. Bis Dezember hofft sie, einen Spielplan erstellen zu können. 30 Aufführungen von 20 Theatern in zehn Tagen - das ist schon eine besonders herausfordernde Verdichtung, die auch logistisch gemeistert werden will.

So ist derzeit auch noch nicht endgültig klar, auf welchen Bühnen diese Aufführungen stattfinden werden. Das Zelt auf der Fieserbrücke, das 2005 als Kommunikationscenter diente, wird es jedenfalls nicht mehr geben. Als Festivalzentrum mit Vor- und Nachgesprächen zu den Aufführungen sowie als Bühne für das Rahmenprogramm steht 2019 das LA8 zur Verfügung, und hier speziell der Innenhof und der ebenerdig liegende Raum für Museumspädagogik. Miteinbezogen werden sicher die Akademiebühne sowie der gesamte Euraka-Campus in der Cité, das Kurhaus, das Studio5 des SWR und der Löwensaal in Lichtental. Weitere Standorte werden noch geprüft.

Nicola May erhofft sich von den Theatertagen 2019, dass "auch etwas zurückbleibt in der Stadt, eine Idee, ein Gedanke". Oberbürgermeisterin Margret Mergen will die ganze Stadt inszenieren und verweist auf die vielen Locations, die alle über kurze Wege zu erreichen sind. Ulrich von Kirchbach, Freiburger Kulturbürgermeister und Vorsitzender des Landesverbands Baden-Württemberg im Deutschen Bühnenverein, betont die Kontinuität der baden-württembergischen Theatertage seit 1968, die es so sonst nur noch in Bayern gebe.

Ins Festival integriert ist das Treffen der Kinder- und Jugendtheatermacher des Landes, dazu werden parallel 90 Profis zu Workshops auf dem Euraka-Campus erwartet. Zehn Aufführungen der insgesamt 20 Festival-Vorstellungen sind für Kinder und Jugendliche geplant.

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